Auf Drogen, ohne Führerschein: Autodieb rast auf Polizisten zu, dann fällt ein Schuss

Stolpen - Eine wilde Verfolgungsjagd, ein Schuss aus der Dienstwaffe eines Polizisten und ein schwer verletzter Fahrer: Am Mittwochabend spielten sich im beschaulichen Stolpen dramatische Szenen ab!

Der Fahrer lieferte sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd, die schließlich in einer Hauswand endete.
Der Fahrer lieferte sich mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd, die schließlich in einer Hauswand endete.  © Marko Förster

Alles begann laut Polizei Dresden mit einem Zeugenhinweis: Ein Opel Grandland fuhr gegen 18.45 Uhr verdächtig auffällig auf der B6 in Richtung Dresden.

Beamte nahmen die Spur auf und entdeckten das Fahrzeug wenig später auf einem Grundstück an der Alten Hauptstraße in Rennersdorf-Neudörfel.

Als ein Polizist auf den Wagen zuging, eskalierte die Situation: Der Fahrer trat plötzlich aufs Gas und fuhr direkt auf den Polizisten zu! Nur mit einem Sprung zur Seite konnte sich der Beamte retten.

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In der brenzligen Lage zog der Beamte seine Dienstwaffe und schoss auf ein Hinterrad des Opels.

Doch selbst der Treffer stoppte den Fahrer nicht. Der Fahrer (42), Petr. S., raste weiter. Kurz vor der Stolpener Straße verlor er die Kontrolle: Der Opel kam von der Fahrbahn ab und krachte gegen eine Hauswand.

Der 42-Jährige wurde bei dem Crash schwer verletzt. Der entstandene Sachschaden: rund 32.000 Euro.

Die Polizei sucht nach Zeugen

Der 42-Jährige wurde beim Aufprall schwer verletzt.
Der 42-Jährige wurde beim Aufprall schwer verletzt.  © Marko Förster

Wie sich dann herausstellte, war der Opel zuvor in Tschechien gestohlen worden. Der Fahrer – ein tschechischer Staatsbürger – stand unter dem Einfluss von Amphetaminen und besaß keine gültige Fahrerlaubnis.

Die Polizei nahm den Mann fest. Der 42-Jährige sitzt nun schwer verletzt in Untersuchungshaft.

Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Diebstahls, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Auch der Schusswaffengebrauch des Beamten wird im Zuge der Ermittlungen geprüft.

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Seit Jahren fällt Petr S. in seiner Heimat mit Diebstahlsdelikten auf, kassierte dafür 2023 zwei Jahre und vier Monate Haft. Deutschland mied er dabei lange, hier verurteilte ihn das Zittauer Amtsgericht zuletzt im Jahr 2010.

Die Ermittler bitten um Mithilfe: Wer hat den auffällig fahrenden Opel auf der B6 oder später auf der Alten Hauptstraße gesehen? Wer kann Angaben zur Fahrweise machen?

Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Telefonnummer 0351 4832233 entgegen.

Erstmeldung vom 26. Februar, 12.17 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 18.33 Uhr.

Titelfoto: Marko Förster

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