Erst Kühlung kaputt, dann Brandgefahr: Polizei zieht zwei Laster derselben Firma aus Verkehr

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Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) - Das erlebt die Polizei in Brandenburg wohl auch nicht alle Tage: Die Beamten mussten am Dienstag gleich zwei Transporter derselben Berliner Firma aus dem Verkehr ziehen.

Der defekte Kühltransporter ist den Beamten bei einer Kontrolle aufgefallen. (Symbolfoto)
Der defekte Kühltransporter ist den Beamten bei einer Kontrolle aufgefallen. (Symbolfoto)  © Julien Becker/dpa

Alles begann, als den Mitarbeitern einer Sonderüberwachungsgruppe für den gewerblichen Güterverkehr bei einer Verkehrskontrolle nahe Neuruppin ein Kühllaster auffiel.

Den Kleintransporter hielten sie gegen 10 Uhr auf der Landesstraße 167 auf Höhe der Justizvollzugsanstalt Wulkow zur Überprüfung an. Dabei bemerkten sie, dass sich die Kühlanlage verdächtig still anhörte.

Auch beim Öffnen der Ladetüren kam ihnen keine kühle Luft entgegen, obwohl einige Lebensmittel laut Ladepapieren gekühlt oder sogar tiefgekühlt befördert werden mussten.

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Hinzugerufene Mitarbeiter des Amtes für Verbraucherschutz und Landwirtschaft kontrollierten daraufhin die Temperatur im Inneren des Fahrzeugs und stellten fest, dass die Kühlkette eindeutig unterbrochen wurde.

Das (vorläufige) Ende vom Lied: Die Einsatzkräfte mussten rund 300 Kilogramm Lebensmittel sicherstellen. Die beanstandete Ware sollte aussortiert und auf ein anderes Fahrzeug verladen werden.

Berliner Firma schickt defekten Transporter zu Polizei-Kontrolle

Die verdorbenen Lebensmittel sollten mit einem Ersatztransporter zur Vernichtung nach Berlin zurückgeschickt werden. (Symbolfoto)
Die verdorbenen Lebensmittel sollten mit einem Ersatztransporter zur Vernichtung nach Berlin zurückgeschickt werden. (Symbolfoto)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Nun folgte das nächste Problem, denn der Ersatztransporter war offenbar auch nicht ganz koscher. Die Polizisten entdeckten demnach, dass unter dem Motorraum des Gefährts Diesel auslief. Zudem soll die Abgasanlage manipuliert gewesen sein, sodass "erhebliche Brandgefahr" bestanden habe.

Also wurde auch dieser Lieferwagen zur Erstellung eines Gutachtens aus dem Verkehr gezogen und ein dritter Laster musste angefordert werden. Und siehe da: An Fahrzeug Nummer drei gab es nichts mehr zu beanstanden.

Die beschlagnahmte Ware konnte also endlich verladen und mit versiegelten Türen nach Berlin zurückgeschickt werden. Dort sollte das Unternehmen die verdorbenen Lebensmittel unter behördlicher Aufsicht vernichten.

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Welche Strafe die Firma für die diversen Verstöße erwartet, teilte die Polizei nicht mit.

Titelfoto: Julien Becker/dpa

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