Fatale Hilfsbereitschaft: Mitfahr-App wird Frau zum Verhängnis

Selb - Dass sie jemanden über eine Mitfahr-App nach Deutschland mitgenommen hat, wurde einer Frau im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel zum Verhängnis.

Bei einer Polizeikontrolle konnten sich nicht alle Insassen eines Autos ausweisen. (Symbolbild)
Bei einer Polizeikontrolle konnten sich nicht alle Insassen eines Autos ausweisen. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa

Einsatzkräfte der Bundespolizei kontrollierten am Montag gegen 20 Uhr ein Auto mit ukrainischer Zulassung am ehemaligen Grenzübergang Schirnding.

Die 44-jährige ukrainische Fahrerin und ihre Beifahrerin hatten gültige Dokumente; anders sah es bei der Mitreisenden auf der Rückbank aus.

Die 43-jährige Vietnamesin gab an, dass sie in Deutschland arbeiten und später nach Vietnam zurückkehren wolle.

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Laut Bundespolizei hatte die Fahrerin die Frau über eine Mitfahr-App mitgenommen und sollte sie in Frankfurt absetzen. Die Vietnamesin wurde zurückgewiesen und muss sich wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz verantworten.

Dabei hatte sie der Ukrainerin versichert, ausreichende Dokumente zu besitzen, wie die 44-Jährige mit Chatverläufen nachweisen konnte.

Polizei warnt vor Mitfahrgelegenheiten über Grenze

Das half jedoch nicht: Nach Angaben der Bundespolizei hätte sie sich die Ausweisdokumente zeigen lassen müssen.

Als Fahrerin des Autos gilt die 44-Jährige als rechtlich verantwortlich. Deshalb wird gegen sie wegen Einschleusens von Ausländern ermittelt. Die Beamten warnen in diesem Zusammenhang vor den Risiken bei Mitfahrgelegenheiten über die Grenze.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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