Mann wurde elfmal zur Fahndung ausgeschrieben: Polizei schnappt Gesuchten bei Grenzkontrolle
Aachen - Die Polizei in Aachen konnte am frühen Montagmorgen einen polizeibekannten 34-Jährigen festnehmen, der in einem Fernreisebus über die A4 in die Bundesrepublik einreisen wollte.
Gegen 1 Uhr kontrollierten die Beamten den Bus und die darin befindlichen Fahrgäste. Bei der Überprüfung der Daten kam dann Erstaunliches ans Licht: Mit Bezug auf den Georgier waren im polizeilichen Abfragesystem unglaubliche 29 Aliasdatensätze sowie insgesamt elf offene Fahndungen hinterlegt.
"Die Fahndungsausschreibungen lassen den Verdacht zu, dass der 34-Jährige ein Problem mit dem Verständnis von Eigentumsverhältnissen hat", teilt die Bundespolizei am Dienstag mit.
Was die Ordnungshüter damit meinen: Gegen den Mann lagen wegen Diebstahl und schwerem Bandendiebstahl sowohl ein Untersuchungshaftbefehl als auch ein Vollstreckungshaftbefehl vor.
Zudem hätten mehrere norddeutsche Staatsanwaltschaften versucht, den 34-Jährigen auf dem Postweg zu erreichen - ebenfalls vergeblich. "Hier wurde er insgesamt neunmal wegen Diebstahl, Betrug, Bandendiebstahl und Diebstahl mit Waffen gesucht", so die Bundespolizei.
Der Mann wurde festgenommen und dem Polizeigewahrsam in Aachen überstellt. Zudem wurden die Behörden, die den Mann zur Fahndung ausgesetzt hatten, über seine Verhaftung informiert.
Titelfoto: Bildmontage: Patrick Pleul/dpa, Martin Meissner/AP/dpa
