Grölende Aggro-Gruppe geht im Erzgebirge auf Polizisten los
Aue-Bad Schlema - In Aue-Bad Schlema (Erzgebirge) kehrt keine Ruhe ein. Immer wieder kommt es zu Polizeieinsätzen aufgrund von körperlichen Auseinandersetzungen. Auch am Mittwoch mussten die Beamten eingreifen. Was dieser Vorfall mit einer Geschichte zu tun hat, die in den sozialen Netzwerken kursiert? TAG24 hat nachgefragt.
Gegen 20 Uhr wurden Streifenbeamte des Polizeireviers Aue wegen einer grölenden Gruppe in die Schwarzenberger Straße gerufen. In der Nähe der besagten Straße trafen sie in einer Gasse auf vier Männer und eine Frau, die gemeinsam unterwegs waren.
Wie die Polizei am Freitag mitteilte, schien für die Beamten die Situation unter den vier Männern aufgeheizt und eine körperliche Auseinandersetzung zu drohen, woraufhin die Einsatzkräfte das Quartett aufforderten, voneinander abzulassen.
Doch die Gemüter beruhigten sich nicht. Während der anschließenden Feststellung der Identitäten gingen drei Männer (18, 20, 27) auf die Polizisten los.
Die Beamten setzten daraufhin Reizgas ein und konnten die beiden älteren Männer dingfest machen. Der 18-Jährige versuchte indessen, die Streifenbeamten mit einem Fahrrad zu bewerfen, was jedoch unterbunden werden konnte.
"Bei den drei alkoholisierten Gestellten handelt es sich um syrische Staatsbürger", beschrieb die Polizei das Trio, das vor Ort noch von Rettungskräften untersucht wurden. Alle drei sowie die Polizeibeamten waren unverletzt.
Um weitere Straftaten zu unterbinden, blieben die drei Männer bis in die frühen Morgenstunden in Polizeigewahrsam.
DIe Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte dauern weiter an.
Polizei sucht nach Einsatz am Mittwochabend nach Zeugen
Im Laufe des Freitags wurde über soziale Netzwerke ein Vorfall verbreitet und diskutiert, bei dem offenbar ein deutsches Pärchen in Aue von einer ausländischen Gruppe angegriffen und einer Frau dabei ins Gesicht getreten wurde.
Wie die Polizei gegenüber TAG24 auf Nachfrage mitteilte, ist derzeit kein weiterer Vorfall bekannt. Auch, dass einer deutschen Frau ins Gesicht getreten worden sei, konnte nicht bestätigt werden. Jedoch sei auch nicht bekannt, was dem beschriebenen Polizeieinsatz voranging.
Dass ein Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen bestehe, läge dabei auf jeden Fall nahe, hieß es weiter, da die Frau in der Gruppe Deutsche sei.
Um sich ein besseres Bild von dem gesamten Vorfall am Mittwochabend machen zu können, sucht die Polizei nach Zeugen.
Wer kann Angaben zum Geschehen vor dem Eintreffen der Polizeibeamten und während des polizeilichen Handelns machen? Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise zur genannten Gruppierung geben?
Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier Aue unter der folgenden Telefonnummer zu melden: 03771 12-0.
Titelfoto: Bildmontage: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa, Uwe Meinhold

