Großeinsatz mit Unterstützung aus Dresden: Was war in Lichtenstein los?
Lichtenstein - Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei mussten am Donnerstag in ein Wohngebiet in Lichtenstein (Landkreis Zwickau) ausrücken. Zuvor wurde eine starke Rauchentwicklung bei einem Wohnhaus gemeldet.
Zur jährlichen Überprüfung der Heizungsanlage war am Donnerstag ein Schornsteinfeger im besagten Wohngebiet unterwegs. Da der Bewohner des Hauses bereits die Male zuvor nicht angetroffen werden konnte, wurde der Schornsteinfeger von einem Polizisten sowie einem Schlüsseldienst begleitet.
Der Bewohner war erneut nicht anzutreffen, stattdessen nahmen die Personen eine starke Rauchentwicklung wahr. Sofort wurde die Feuerwehr zur Unterstützung gerufen.
Das Haus wurde abgesperrt und mithilfe der Drehleiter bis ins Dachgeschoss untersucht - auch ein Fenster musste eingeschlagen werden.
Wie die Polizei gegenüber TAG24 mitteilte, entdeckten die Einsatzkräfte bei der Inspektion des Hauses im Inneren eine unbekannte Substanz.
Räucherofen sorgte für große Rauchwolken
Laut Informationen der Freien Presse, wurden neben dem Pulver auch mehrere Tunnel, die im Garten gegraben wurden und bis ins Wohnhaus führten, gefunden. Außerdem befand sich der Hauseigentümer lange in der geschlossenen Psychiatrie und hatte mehrfach Probleme mit seinen Nachbarn.
Deswegen wurde auch eine USBV-Gruppe (Anm. d. Red.: Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung) aus Dresden dazu gerufen. Am Ende bestand jedoch keine Gefahr: Bei dem Pulver handelte es sich um keine gefährliche oder brennbare Substanz.
Doch woher stammte der Rauch? Im Erdgeschoss wurden die Beamten letztlich fündig. Dort stand ein kleiner Räucherofen mit einem Ofenrohr, das ins Treppenhaus führte. Dadurch verteilte sich der Rauch im gesamten Haus.
Dadurch gab es eine hohe Kohlenmonoxid-Konzentration im Haus, teilte die Polizei mit. Die durchaus auch tödlich hätte sein können.
Der Ofen wurde kurz vor 17 Uhr ins Freie gebracht und mit Wasser abgelöscht.
Vom Bewohner des Hauses fehlte den ganzen Tag jede Spur. Er ließ sich zu keiner Zeit an seinem Haus blicken.
Titelfoto: Andreas Kretschel (2)

