Gruppe "Jung und Stark" im Visier: Durchsuchungen bei mutmaßlichen Neonazis in zehn NRW-Städten

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Von Dorothea Hülsmeier, Anne-Beatrice Clasmann

Köln - In Nordrhein-Westfalen sind am Mittwoch in mehreren Städten Durchsuchungen bei mutmaßlichen Rechtsextremisten gestartet.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz mit Sitz in Köln ist an der Aktion am Mittwochmorgen beteiligt. (Symbolbild)
Das Bundesamt für Verfassungsschutz mit Sitz in Köln ist an der Aktion am Mittwochmorgen beteiligt. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Es gebe zehn Beschuldigte, hieß es aus Sicherheitskreisen. Sie seien alle deutsche Staatsbürger.

Einer der Beschuldigten sei wegen einer anderen Angelegenheit bereits zuvor in Untersuchungshaft gekommen. 

Die Maßnahmen in landesweit acht Städten richteten sich den Angaben zufolge gegen die Gruppe "Jung und Stark".

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An der Aufklärung der Gruppe war auch das Bundesamt für Verfassungsschutz beteiligt.

Immer mehr Gewalttaten sehr junger Neonazis in ganz Deutschland

Die Durchsuchungen der Polizei finden den Angaben entsprechend in acht NRW-Städten statt. (Symbolbild)
Die Durchsuchungen der Polizei finden den Angaben entsprechend in acht NRW-Städten statt. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Seit 2024 häufen sich die Gewalttaten von teils sehr jungen Neonazis, etwa bei Angriffen auf Paraden zum Christopher Street Day, der den Rechten von lesbischen, schwulen und anderen queeren Menschen gewidmet ist.

Das Bundeskriminalamt (BKA) erklärte Mitte 2025: "Die Polizeibehörden aus Bund und Ländern beobachten seit etwa Mitte vergangenen Jahres, dass in der rechten Szene neue Jugendgruppen in Erscheinung getreten sind, die sich zunächst im virtuellen Raum gegründet haben." Diese träten inzwischen vermehrt durch Veranstaltungen, Störaktionen und Straftaten in Erscheinung.

Die größte dieser Gruppe war damals nach Angaben aus Sicherheitskreisen "Jung und Stark" mit einer Anhängerzahl im mittleren dreistelligen Bereich. Auch die Gruppe "Deutsche Jugend Voran" ist im Visier der Ermittler. Schätzungsweise mehr als hundert Menschen fühlen sich demnach dieser Gruppe zugehörig.

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Weitere relevante Vereinigungen seien "Der Störtrupp" sowie die Gruppe "Letzte Verteidigungswelle". Mutmaßliche Angehörige der "Letzten Verteidigungswelle" stehen aktuell in Hamburg wegen mehrerer Gewalttaten vor Gericht.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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