Kinderporno-Razzia in Sachsen: Polizei durchsucht zahlreiche Wohnungen
Chemnitz - Große Kinderporno-Razzia in Sachsen! In den vergangenen Tagen durchsuchte die Polizei zahlreiche Wohnungen in Chemnitz und Umgebung. Die Beamten beschlagnahmten Handys, Computer und andere Speichermedien. Gegen die 21 Beschuldigen laufen Ermittlungen.
In der vergangenen Woche bekamen mehrere Männer in Chemnitz, Mittelsachsen und dem Erzgebirge polizeilichen Überraschungsbesuch. Es ging um den Besitz bzw. die Verschaffung von Kinderpornografie.
Die Beamten durchsuchten insgesamt 20 Wohnungen, unter anderem in Chemnitz, Freiberg, Brand-Erbisdorf, Lichtenau, Döbeln, Leisnig, Aue-Bad Schlema und Stollberg. Die sächsische Bereitschaftspolizei unterstützte die Durchsuchungen.
"Mit jeder Menge Beweismitteln, darunter über 50 Handys, dutzende Computer und weit mehr als 100 andere Speichermedien, verließen die Einsatzkräfte die durchsuchten Räumlichkeiten", teilt eine Polizeisprecherin mit.
Alleine bei einem Mann (48) aus Chemnitz fanden die Ermittler über 90 Speichermedien! Ob darauf Kinderpornos gespeichert sind, ist noch nicht bekannt.
Polizei ermittelt gegen 21 Männer, keine Festnahmen
Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich bei den Verdächtigen um 21 Männer im Alter zwischen 15 und 66 Jahren (deutsche Staatsangehörige, in einem Fall pakistanisch). Gegen die Beschuldigten laufen nun die Ermittlungen. Festnahmen gab es keine.
Für die Ermittler beginnt jetzt die eigentliche Arbeit - sie müssen die zahlreichen Datenträger auswerten. Die Polizei spricht von einem teils langwierigen Verfahren.
"Über den Ausgang der Strafverfahren entscheidet nach Abschluss der Ermittlungen schließlich die Staatsanwaltschaft", teilen die Beamten mit.
Bereits im Mai fand in Chemnitz eine große Kinderporno-Razzia statt. Damals durchsuchten die Beamten ebenfalls mehrere Wohnungen, nahmen zahlreiche Datenträger mit.
Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa
