Korruption in der Stadtverwaltung: Razzia in 16 Wohnungen und Büros!

Oberhausen - Einsatz der Staatsanwaltschaft Duisburg und der Oberhausener Polizei! Am Mittwochmorgen gingen die Einsatzkräfte dem Verdacht der Korruption in der Oberhausener Stadtverwaltung nach. Dabei wurden über ein Dutzend Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Es geht unter anderem um finanzielle und materielle Zuwendungen sowie Gefälligkeiten bei Terminvergaben.

Ermittler haben am Mittwochmorgen mehrere Wohnungen und Büros in und um Oberhausen durchsucht. (Symbolbild)
Ermittler haben am Mittwochmorgen mehrere Wohnungen und Büros in und um Oberhausen durchsucht. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

In den Morgenstunden des Mittwochs wurde der Einsatz durchgeführt.

Die Ermittlungen zu den Korruptionsdelikten liefen nach ersten Hinweisen im März dieses Jahres bereits seit geraumer Zeit.

Der Ermittlungskommission der Kriminalpolizei Oberhausen erhärtete sich im Zuge dessen der Anfangsverdacht gegen einen Mitarbeiter der Stadt Oberhausen.

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"Der Beschuldigte (55) steht im Verdacht, gegen finanzielle und materielle Zuwendungen nicht öffentlich zugängliche Informationen und Unterlagen aus dem Bauamt und dem Bereich der Stadt Oberhausen unrechtmäßig herausgegeben zu haben", so das Polizeipräsidium Oberhausen in einer offiziellen Mitteilung.

Des Weiteren sei er wohl "bei Terminvergaben gefällig gewesen", heißt es weiter.

Korruptions-Razzia in Oberhausen: Privatpersonen, Architekten und Immobilienmakler verstrickt?

Beweismittel wurden von den Ermittlern sichergestellt und nun ausgewertet. (Symbolbild)
Beweismittel wurden von den Ermittlern sichergestellt und nun ausgewertet. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Doch damit nicht genug. Der 55-Jährige habe zudem über korrupte Verbindungen zu Privatpersonen und Architekten verfügt. Auch Immobilienmakler sollen mit ihm in engem Kontakt gestanden haben.

Entsprechend habe er sich so "ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut".

In Summe gerieten den Ermittlern mittlerweile schon 20 Beschuldigte ins Visier, die durch entsprechende Zuwendungen ihre Vorteile gezogen haben sollen.

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Polizei und Steuerfahndung durchsuchten nun auf Antrag der Duisburger Staatsanwaltschaft und entsprechendem Richterbeschluss insgesamt 16 Wohnungen und Büros. Auch Büroeinheiten der Oberhausener Stadtverwaltung wurden durchforstet.

Die Auswertung der dabei sichergestellten Beweismaterialien wird nun noch einige Zeit andauern, heißt es weiter.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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