Kreisliga-Partie eskaliert: Rudelbildung während des Spiels, Faustschläge danach

Altdorf (Landkreis Esslingen) - In Baden-Württemberg ist am Freitagabend ein Fußballspiel dermaßen eskaliert, dass Polizei und Krankenwagen anrücken mussten. Zwischen mehreren Beteiligten flogen die Fäuste. Zwei Spieler landeten im Krankenhaus.

Neben der Rudelbildung wurde auch noch der Schiedsrichter beleidigt. (Symbolfoto)  © 123RF/dziurek

Die Kreisligapartie TSV Altdorf gegen TSV Oberensingen II musste schon während des Spiels wegen einer Rudelbildung mehrere Minuten unterbrochen werden. Nach einer Tätlichkeit beim Stand von 2:0 für die Gäste kam es zu Tumulten, die letztlich in zwei Roten Karten mündeten.

Mit zwei Mann mehr gelang dem TSV Altdorf in der 90. Minute nicht nur der Ausgleich, sondern wenige Momente später auch der 3:2-Siegtreffer.

Laut Polizeimeldung jubelte der Siegtorschütze gegen 21.30 Uhr provozierend vor der gegnerischen Auswechselbank. Das gefiel einem 19-jährigen Spieler der Gäste offenbar gar nicht, sodass er sich seinen Gegner vorknöpfen wollte.

Polizeimeldungen Streit eskaliert: Mann sticht mehrmals mit Schere auf Bekannten ein

"Nachdem ein 33-jähriger Spieler des TSV Altdorf den 19-Jährigen daran hindern wollte, versetzte dieser dem 33-Jährigen einen Kopfstoß, wodurch dieser sich eine nicht unerhebliche Gesichtsverletzung zuzog", so die Polizei.

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Schiedsrichter erstattet Anzeige wegen Beleidigung

Abseits dessen verpasste ein 34-jähriger Altdorfer Spieler einem 21-jährigen Spieler aus Oberensingen einen Faustschlag ins Gesicht. Der 21-Jährige ging zu Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Die beiden Verletzten wurden in eine Klinik gebracht.

Der Schiedsrichter wurde unterdessen noch von einem Vater eines Spielers beleidigt und brachte dies zur Anzeige. "Die Polizei konnte vor Ort eine Vielzahl von Zeugen feststellen." Nun wird ermittelt.

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