KZ-Tor vor Finanzamt aufgebaut: Kripo ermittel wegen Nazi-Parole

Eggenfelden - Im niederbayerischen Kreis Rottal-Inn stellten Täter ein aus Holz nachgebautes KZ-Tor vor einem Finanzamt auf. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen.

Besucher gehen durch das Tor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz I. Ein Nachbau davon wurde vor dem Finanzamt in Eggenfelden aufgebaut.
Besucher gehen durch das Tor des früheren Konzentrationslagers Auschwitz I. Ein Nachbau davon wurde vor dem Finanzamt in Eggenfelden aufgebaut.  © Kay Nietfeld/dpa

Wie die Polizei mitteilte, wurde das Gestell in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in der Pfarrkirchener Straße aufgestellt.

Die Ermittler wurden dann gegen 8 Uhr alarmiert. Bei dem Gestell handelte es sich um einen Nachbau des KZ-Tors von Auschwitz mit dem menschenverachtenden Schriftzug "Arbeit macht frei". In die Seiten waren zudem mehrere Hakenkreuze eingearbeitet.

Die Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Rottal-Inn, Marlene Schönberger (35, Grüne), verurteilte den Vorfall. "Von den Tätern muss ein großer Aufwand betrieben worden sein, um die Konstruktion herzustellen und aufzubauen", so Schönberger zum Bayerischen Rundfunk.

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Die Konstruktion wurde noch am Freitag abgebaut und sichergestellt. Nun ermittelt die Kripo Passau wegen Volksverhetzung.

Um den Fall zu klären werden Zeugen gesucht. Wer in der Nacht von Donnerstag auf Freitag verdächtige Wahrnehmungen in Eggenfelden gemacht hat, soll sich unter der Telefonnummer 0851/95110 bei der Polizei melden.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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