Lebensgefährliche Kletter-Aktion: Mann bringt Bahnverkehr zum Erliegen

Hünfeld - Akute Lebensgefahr! Ein Mann hat in Osthessen mit einer waghalsigen Aktion für einen Großeinsatz der Polizei sowie zahlreiche Verspätungen im Bahnverkehr gesorgt.

Der 35 Jahre alte Mann kletterte am Bahnhof Hünfeld auf solch eine Signalbrücke. (Symbolbild)  © Heiko Rebsch/dpa

Laut einer Polizeimeldung kletterte der 35-jährige Mann am Dienstag gegen 6.30 Uhr am Bahnhof Hünfeld (Landkreis Fulda) auf eine Signalbrücke.

Streifen der Landes- und Bundespolizei wurden umgehend alarmiert und begaben sich zum Einsatzort. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gleise bereits gesperrt und die Oberleitung abgeschaltet worden.

Als die erste Streife der Landespolizei eintraf, kletterte der Mann eigenständig von der Signalbrücke herunter und setzte sich auf den Bahnsteig. Die Einsatzkräfte nahmen ihn daraufhin in Gewahrsam.

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Warum der 35-Jährige auf die Signalbrücke gestiegen war, ist derzeit noch unklar.

Die Bundespolizeiinspektion hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Die Folgen der Aktion waren erheblich: Insgesamt elf Züge verspäteten sich um jeweils 29 Minuten.

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Gefahrenquelle Strom: Polizei spricht deutliche Warnung aus

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor den Gefahren an Bahnstrecken. Oberleitungen führen rund 15.000 Volt Starkstrom - etwa 65-mal mehr als eine gewöhnliche Haushaltssteckdose. Bereits ein Abstand von weniger als 1,5 Metern kann lebensgefährlich sein, da Strom als Lichtbogen überspringen kann.

Die Leitungen stehen zudem dauerhaft unter Spannung - unabhängig davon, ob ein Zug fährt oder nicht. Entsprechend gilt: Klettern auf Züge, Masten oder Signalbrücken ist strikt zu unterlassen.

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