Mann (†30) in fahrendem Auto erschossen: Schütze weiter auf der Flucht

Hannover – In Hannover ist am Donnerstag ein 30-jähriger Mann in einem fahrenden Auto erschossen worden - vom Täter fehlt nach dem tödlichen Streit weiterhin jede Spur!

Polizisten sichern einen Tatort an der Herschelstraße, wo neben einem Auto eine abgedeckte Person liegt.
Polizisten sichern einen Tatort an der Herschelstraße, wo neben einem Auto eine abgedeckte Person liegt.  © Julian Stratenschulte/dpa

Es habe keine Festnahme gegeben und der Verdächtige habe sich auch nicht gestellt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover am Montag.

Zuvor hatte der Anwalt des mutmaßlichen Täters Medienberichten zufolge angekündigt, sein Mandant wolle sich stellen, sei jedoch psychisch noch nicht in der Verfassung dazu. "Wir haben eine bestimmte Person im Verdacht, die wir suchen", betonte die Sprecherin. Die Hintergründe seien nach wie vor unklar.

Bei dem Streit auf einer belebten Kreuzung starb am Donnerstag ein 30-Jähriger. Die Polizei geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter einen oder mehrere Schüsse aus seinem Auto auf den Wagen des Opfers abgab.

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Daraufhin beschleunigte der 30-Jährige sein Auto und rammte ein Verkehrsschild. Dann brach er zusammen und starb trotz der Wiederbelebungsversuche des Rettungsdienstes noch am Tatort.

Nach Zeugenaussagen flüchtete der Täter zu Fuß. Im Zusammenhang mit der Tat stürmten und durchsuchten Spezialkräfte in Langenhagen bei Hannover eine Wohnung.

Grabkerzen und Blumen stehen an der Kreuzung, auf der es zu dem tödlichen Streit kam.
Grabkerzen und Blumen stehen an der Kreuzung, auf der es zu dem tödlichen Streit kam.  © Moritz Frankenberg/dpa

Streit um Bauprojekt als Auslöser für Bluttat?

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge sollen der mutmaßliche Täter und der Beifahrer des Opfers aneinandergeraten sein, beide sind demnach in der Baubranche tätig. Laut Bericht stritten die Männer nach einem abgeschlossenem Projekt über die Verteilung des Geldes.

Die Sprecherin der Anklagebehörde sagte, nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis gebe es keine Zweifel, dass der 30-Jährige an den Folgen einer Schussverletzung starb.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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