Mann entkommt Erpresser mit Zettel-Trick

Von Roland Beck

Kempten - Mit einem handgeschriebenen Hilferuf an eine Bankangestellte hat sich ein 37-Jähriger in Kempten aus einer mutmaßlichen Erpressung befreit.

Die Polizei vermutet, dass der Fall im Zusammenhang mit Drogenhandel steht. (Symbolfoto)  © Soeren Stache/dpa

Wie die Polizei mitteilte, schob der Mann der Mitarbeiterin am Donnerstag einen Zettel zu, auf dem er sie bat, die Polizei zu alarmieren. Die Angestellte reagierte und verständigte die Beamten.

In der Bank traf die Polizei neben dem 37-Jährigen auf einen 20-Jährigen. Dieser soll den Mann zuvor in einer Fußgängerunterführung abgepasst, gegen eine Wand gedrückt und mit dem Tod bedroht haben. Nach bisherigen Erkenntnissen forderte er 800 Euro Bargeld.

Da der 37-Jährige das Geld nicht bei sich hatte, gingen beide den Angaben zufolge zunächst in dessen Wohnung. Dort übergab der Bedrohte dem 20-Jährigen eine Sammlermünze von geringem Wert. Weil ihm das nicht genügt habe, soll der Tatverdächtige den 37-Jährigen anschließend zur Abhebung des geforderten Geldes gedrängt haben.

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Das Opfer musste nach Angaben der Polizei zu Fuß gehen, während der 20-Jährige ihn auf einem E-Scooter beaufsichtigt haben soll.

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In der Bank nutzte der 37-Jährige schließlich den Zettel, um unbemerkt Hilfe zu holen. Die Kriminalpolizei Kempten übernahm die Ermittlungen. Nach derzeitigem Stand vermutet sie einen Zusammenhang der Tat mit Drogenkonsum und unerlaubtem Drogenhandel.

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