Mann von falschen Polizisten entführt, anschließend klauen sie seinen Maybach

Schwaig - In der Gemeinde Schwaig im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land zwangen Unbekannte einen jungen Mann zum Anhalten. Dann entführten sie den 22-Jährigen und stahlen sein Auto.

Mit diesem Foto hofft das Polizeipräsidium Mittelfranken auf wichtige Hinweise, die zu dem Mercedes-Maybach und den Tätern führen.  © Polizeipräsidium Mittelfranken

Bei dem Wagen handelte es sich laut Polizei um ein besonders hochwertiges Fahrzeug: einen smaragdgrünen Mercedes-Maybach GLS 400 D 4Matic mit goldfarbener Motorhaube.

Das Vorgehen der Täter war ausgeklügelt. Sie setzten sich mit ihrem Auto in der Dienstagnacht gegen 23 Uhr am Bahndamm vor seinen hochwertigen Wagen.

Seinen Aussagen nach soll bei dem grauen VW T5 oder T6 dann eine LED-Anzeige mit "Polizei, folgen" aufgeleuchtet sein.

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Als der junge Fahrer der Anweisung folgte, kam es zur eigentlichen Tat.

"Drei männliche Personen, welche sich in dem VW-Bus befanden und nach Angaben des Geschädigten wie SEK-Beamte gekleidet gewesen wären, hätten sich ihm gegenüber als LKA-Beamte ausgegeben, ihm Handfesseln angelegt und in das Fahrzeug verbracht", teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Donnerstag mit.

"Der Mercedes des Geschädigten blieb zunächst am Bahndamm abgestellt stehen und befand sich bei einer späteren Überprüfung nicht mehr vor Ort."

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Um 4.30 Uhr wird das Opfer ausgesetzt - und findet Hilfe bei Passanten

Der junge Mann (22) wurde laut eigener Aussage von den falschen LKA-Beamten "festgenommen" und für mehrere Stunden festgehalten. (Symbolfoto)  © 123RF/boyphare1

Nachdem der 22-Jährige "festgenommen" wurde, brachten ihn die Männer nach rund 20 Minuten Fahrt in Richtung Leinburg/Diepersdorf in eine unbekannte Wohnung. Dort wurde das Opfer für mehrere Stunden festgehalten.

Erst gegen 4.30 Uhr brachte ihn einer der Täter in einem dunklen Wagen (Marke und genaues Kennzeichen sind unbekannt) mit Stuttgarter Zulassung nach Diepersdorf und ließ ihn "Am Rangen" aussteigen.

Erst als das Opfer Passanten um Hilfe bat, konnten die richtigen Polizisten alarmiert werden. "Die Hintergründe der Tat sind bislang völlig unklar. Nach derzeitigen Ermittlungen bestand zwischen den Tätern und dem Opfer keine Vorbeziehung", heißt es weiter.

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Die Polizei hofft nun auf mögliche Zeugen. Bislang weiß man lediglich, dass das Kennzeichen des VW mit "N-VN" oder
"N-NV" begann.

Personen, die Hinweise geben können oder zu den genannten Tatzeiträumen und -orten mögliche Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0911/2112-3333 zu melden.

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