Flöha/Burkhardtsdorf - Betrüger haben wieder Beute in Sachsen gemacht und sich in Flöha (Landkreis Mittelsachsen) und in Burkhardtsdorf (Erzgebirgskreis) mehrere Zehntausend Euro ergaunert.
Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, lief der Betrugsfall in Flöha Bereits seit April. Ein Mann hatte damals im Internet ein vermeintliches Anlagemodell für Kryptowährungen entdeckt.
"In der Folge überwies er zunächst 250 Euro", berichtet ein Polizeisprecher. Die Anlage war offenbar von Erfolg gekrönt, denn dem Flöhaer wurde ein Gewinn ausgezahlt. Daraufhin investierte er weitere Geldbeträge. Später wollte er sich die Einzahlungen und die Erträge auszahlen lassen. Doch das Geld blieb aus.
Am gestrigen Montag ging der Sachse schließlich zur Polizei und erstattete Anzeige. "Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits mehr als 27.000 Euro überwiesen", so die Polizei.
Noch schlimmer hat es eine Frau aus Burkhardtsdorf erwischt. Nach einer anfänglichen Gewinnauszahlung investierte sie ebenfalls eine enorme Summe und überwies insgesamt mehr als 35.000 Euro auf ein fremdes Konto.
Als die Burkhardtsdorferin im Internet einen Warnhinweis entdeckte, verlangte sie die Rückzahlung ihres eingezahlten Geldes. Da brach der Kontakt mit den Betrügern ab.
Landeskriminalamt gibt Tipps
"Im Zusammenhang mit unseriösen Geldanlagen warnen die Ermittlungsbehörden eindringlich vor entsprechenden Angeboten", so die Polizei. Die Ermittler warnen abermals davor, zu leichtgläubig bei vermeintlichen Geldanlageprodukten wie Aktien, Devisen oder Kryptowährungen zu sein. Hinter der Masche würde laut Experten ein hoch entwickeltes und international agierendes Netzwerk stecken. Die Internetseiten wirken professionell und erwecken den Anschein von seriösen Angeboten.
Auf der Homepage des Landeskriminalamtes gibt es Tipps, wie man unseriöse Geldanlagen und Cybertrading erkennt und in solchen Fällen richtig handelt.