Millionen Zigaretten entdeckt: Lkw-Kontrolle führt Ermittler zu illegaler Fabrik
Hannover/Kalbe (Milde) - Zollfahnder aus Hannover, Bielefeld und Magdeburg haben am Freitag länderübergreifend eine illegale Zigarettenfabrik ausgehoben.
Diese habe sich in Kalbe (Milde) im Norden Sachsen-Anhalts befunden, berichtete das Zollfahndungsamt Hannover.
Durch eine zuvor durchgeführte Lkw-Kontrolle auf der A2 bei Auetal (Niedersachsen) kamen die Fahnder den Tätern auf die Schliche.
Dabei entdeckten Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Bielefeld etwa zwölf Millionen mutmaßlich gefälschte Zigaretten auf der Ladefläche. Der entstandene Steuerschaden wird ersten Erkenntnissen zufolge auf acht Millionen Euro geschätzt.
Wenig später rückten über 70 Einsatzkräfte in Kalbe (Milde) aus. Die Fahnder wurden dabei durch Spezialeinheiten des Zolls, Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Magdeburg sowie der Bereitschaftspolizei Sachsen-Anhalt unterstützt.
In der illegal betriebenen Fabrik wurden weitere mehr als 30 Millionen unversteuerte Zigaretten entdeckt. Auch mehrere Tonnen Tabak sowie Vormaterialien wie Filter und Verpackungen wurden beschlagnahmt.
Vier Personen vorläufig festgenommen
Die Spurensicherung soll aufgrund der Größe des Tatorts das gesamte Wochenende über andauern, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Vier Personen seien vorläufig festgenommen worden. Details zu Alter und Geschlecht der Verdächtigen wurden zunächst nicht genannt.
Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat die weiteren Ermittlungen an das Zollfahndungsamt Hannover abgegeben. In der kommenden Woche wollen die Beamten weitere Details veröffentlichen.
Erstmeldung um 9.42 Uhr, zuletzt aktualisiert um 10.58 Uhr
Titelfoto: Bildmontage: Zollfahndungsamt Hannover
