Minusgrade täuschen: Warum Eisflächen lebensgefährlich bleiben

Von Alina Grünky

Königs Wusterhausen - Die Wasserschutzpolizei in Brandenburg warnt eindringlich davor, trotz anhaltender Kälte und erster Eisbildung zugefrorene Gewässer zu betreten. Besonders Eltern sollten ihre Kinder deutlich auf die Risiken aufmerksam machen.

Die Havel ist eines der Gewässer, bei denen die Eisfläche trügerisch sein kann.
Die Havel ist eines der Gewässer, bei denen die Eisfläche trügerisch sein kann.  © Soeren Stache/dpa

Grund dafür, ist die extrem unterschiedliche Eisstärke. Sie hängt vom Gewässertyp, von Strömungen, Sonneneinstrahlung und der Eisstruktur ab.

In Brandenburg werden keine natürlichen Eisflächen offiziell freigegeben – wer sie dennoch betritt, handelt auf eigene Gefahr.

Die Polizei warnt, dass eingebrochene Personen oft nur wenige Minuten im eiskalten Wasser überleben können. Jedes Jahr kommt es zu schweren Unfällen, weil die Gefahr unterschätzt wird – nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen.

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Besonders riskant sind Bereiche an Brücken, Stegen, Schilf und auf fließenden Gewässern. Auch bei Dunkelheit oder schlechter Sicht sollte Eis grundsätzlich gemieden werden. Stattdessen empfiehlt die Polizei ausschließlich Kunsteisflächen zu nutzen.

Kommt es dennoch zu einem Eisunfall, sollte sofort die Feuerwehr (112) oder Polizei (110) alarmieren werden. Unbedachte Rettungsversuche können weitere Menschen in Lebensgefahr bringen. Hilfe sollte nur vom Ufer aus erfolgen – etwa mit Seil, Stange, Leiter oder Rettungsring. Wer sich auf Eis bewegt, sollte flach bleiben, um das Gewicht zu verteilen, und die Einbruchstelle unbedingt meiden.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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