Mit fieser Masche: Mann schnappt sich Zwölfjährigen und führt ihn Richtung Wald
Bad Sooden-Allendorf - Erschreckender Vorfall! Im nordhessischen Bad Sooden-Allendorf hat sich ein Mann gegenüber Kindern als Zivilpolizist ausgegeben und einen zwölf Jahre alten Jungen kurzzeitig mitgenommen. Die Polizei ermittelt nun wegen Freiheitsberaubung.
Nach Angaben der Ermittler wurde der Junge am Dienstagabend gemeinsam mit einem Freund im Bereich des Sportplatzes in der Straße "Huhngraben" gegen 19.19 Uhr von dem unbekannten Mann angesprochen.
Dieser stellte sich als Zivilpolizist vor und zeigte den Kindern Handschellen. Anschließend fasste er den Zwölfjährigen am Arm und forderte ihn auf, mitzukommen. Währenddessen lief der Freund davon und informierte eine Vertrauensperson.
Durch den Griff erlitt der Junge ein Hämatom und wurde leicht verletzt. Bisherigen Erkenntnissen zufolge führte der Tatverdächtige das Kind über einen Feldweg in Richtung eines Waldgebiets und kehrte später auf demselben Weg zurück.
Die alarmierte Polizei leitete sofort eine Fahndung ein und konnte den Tatverdächtigen gemeinsam mit dem Jungen gegen 21.20 Uhr im Bereich "Schloss Rothestein" antreffen. Bei dem Mann handelt es sich um einen 20-Jährigen aus Bad Hersfeld, der vorläufig festgenommen wurde.
20-Jähriger sitzt mittlerweile in U-Haft
Der Junge wurde seinem Vater übergeben. Laut Ermittlungen übte der Tatverdächtige, abgesehen vom Griff an den Arm, weder körperliche noch verbale Gewalt aus.
Der 20-Jährige gilt als psychisch auffällig. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Freiheitsberaubung eingeleitet. In seiner Vernehmung machte er keine Angaben zur Sache. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel erließ das zuständige Gericht Haftbefehl, sodass der Mann inzwischen in Untersuchungshaft sitzt.
Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa
