Mordfall Sabine Back (†13): Halten Zeugen der Polizei Informationen vor?

Karlstadt/Würzburg - Nach dem Gewaltverbrechen an der damals 13-jährigen Sabine Back vor mehr als 27 Jahren in Unterfranken bittet die Polizei erneut um Mithilfe der Bewohner.

Bereits Mitte Februar hatten zahlreiche Polizisten in Stadtteilen von Karlstadt und Lohr am Main (beides Landkreis Main-Spessart) Flyer zu dem ungelösten Verbrechen verteilt und Anwohner befragt.
Bereits Mitte Februar hatten zahlreiche Polizisten in Stadtteilen von Karlstadt und Lohr am Main (beides Landkreis Main-Spessart) Flyer zu dem ungelösten Verbrechen verteilt und Anwohner befragt.  © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Einzelne Bürger würden offenbar immer noch wichtige Informationen vorenthalten, die sie aus persönlichen Gründen oder anderen Hemmnissen den Beamten noch nicht mitgeteilt hätten, erklärte die Polizei am Mittwoch.

"Möglicherweise auch deshalb, weil ihnen ihr Wissen nicht 'wichtig' oder 'hilfreich' genug vorkommt." Für die Ermittler sei jedoch jedes einzelne Puzzleteil wertvoll.

Das Mädchen war kurz vor Weihnachten 1993 verschwunden.

Es wurde zuletzt im etwa 1100 Einwohner zählenden Karlstadter Ortsteil Wiesenfeld gesehen. Dort fanden Ermittler auf einem Aussiedlerhof nach wenigen Tagen die Leiche der 13-Jährigen in einer Güllegrube.

Sowohl ein Einzeltäter als auch mehrere Täter kommen laut Staatsanwaltschaft infrage.

Mitte Februar hatten zahlreiche Polizisten in Stadtteilen von Karlstadt und Lohr am Main (beides Landkreis Main-Spessart) Flyer zu dem ungelösten Verbrechen verteilt und Anwohner befragt (TAG24 berichtete).

44-jähriger Tatverdächtiger wurde im Januar festgenommen

Die gezielte Polizeiaktion auf der Suche nach dem Mörder der Schülerin sowie ein eingerichtetes Zeugentelefon hätten mehrere Hinweise gebracht.

Im Januar wurde ein 44-Jähriger aus dem Landkreis Main-Spessart festgenommen. Er kam wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Der Mann wird verdächtig, das Mädchen als damals 17-Jähriger getötet zu haben. Ein weiterer Mann aus der Region ist im Fokus der Ermittler.

Titelfoto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

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