Zittau - Zwei Männer saßen noch in Arbeitssachen im Auto, als die Polizei sie aus dem Verkehr zog. Als die Unbekannten keinerlei Dokumente vorzeigen konnten, wurden die Beamten misstrauisch.
An der Grenze zu Polen, auf der B178n bei Zittau, zogen Ordnungshüter der Bundespolizei Ebersbach am Montag gegen 19.25 Uhr einen Transporter aus dem Verkehr.
In dem Auto befanden sich zwei türkisch-stämmige Männer (34, 35), die den Beamten erklärten, dass sie soeben nach Polen gefahren seien, um dort zu tanken.
Als die Bundespolizisten nach Ausweisdokumenten fragten, konnten die zwei nichts vorweisen. Ermittlungen ergaben, dass einer der beiden Männer derzeit gar nicht in Deutschland, sondern in Paris lebt, der andere hatte zuvor einen Asylantrag gestellt.
Gerade die schmutzige Arbeitskleidung der beiden und die Arbeitsmaterialien im Laderaum des Autos erweckten den Verdacht, dass die beiden in Deutschland Schwarzarbeit betrieben haben. Einen gültigen Gewerbeschein konnten die Männer ebenfalls nicht vorweisen.
Die Bundespolizei teilte zudem mit, dass auch weitere Indizien ermittelt werden konnten, die den Verdacht bestärken.
Nach der umfassenden Kontrolle wurde einer der beiden zu einer zuständigen Behörde geschickt, der andere musste das Land wieder in Richtung Polen verlassen.
Die Ermittlungen wegen der "Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz sowie der Aufnahme einer unerlaubten Beschäftigung" dauern noch weiter an.