Plötzliche Verformungen! Sachsen-Anhalt zieht Polizei-Bodycams ein

Von Dörthe Hein

Magdeburg - In Sachsen-Anhalt werden alle vor gut einem Jahr an die Landespolizei ausgeteilten Bodycams wegen Akkuproblemen eingezogen.

Bei Bodycams der Polizei wurden gravierende Mängel festgestellt.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Das teilte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Zentrale Dienste in Magdeburg mit. "Derzeit stehen wir mit dem Hersteller im Austausch, ob alle Geräte einer Überprüfung durch den Hersteller unterzogen werden."

64 von den insgesamt 150 beschafften Kameras seien von den Verformungen betroffen. Polizeibeamte tragen die Geräte an ihren Uniformen, um gegebenenfalls Einsätze aufzuzeichnen.

Bei den Akkus von 49 Geräten wurden demnach leichte und bei 15 Geräten starke Verformungen festgestellt. Alle Geräte waren außer Betrieb genommen worden. Unauffällige Bodycams wurden zunächst wieder für den Einsatz freigegeben.

Polizeimeldungen Kühe auf Straße: Auto kollidiert mit Tier

Die Bodycams wurden seit Dezember 2024 bei der Polizeiinspektion Stendal als Pilotbehörde sowie bei der Fachhochschule der Polizei in Aschersleben eingesetzt.

Anzeige

Neue Bodycams mit Taser ausgestattet

Die Probleme sind laut einer Sprecherin der Polizeiinspektion Zentrale Dienste Ende November 2025 bekanntgeworden.

Laut den Plänen des Innenministeriums sollen in diesem Jahr weitere 650 Geräte angeschafft werden. Gewollt ist, dass sie mit Distanzelektroimpulsgeräten (DEIG) gekoppelt werden können. Diese Taser geben aus geringer Distanz Elektroschocks ab, die einen Menschen in der Regel erst mal handlungsunfähig machen.

Wenn ein Beamter den Taser zieht, soll sich automatisch die Kamera einschalten.

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: