Von Roland Beck
München - Ein handfester Nachbarschaftsstreit in München hat in der Nacht zum Mittwoch einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst und den öffentlichen Nahverkehr zeitweise beeinträchtigt. Ein Mann soll mit einer Machete durch die Straßen in Neuperlach gelaufen sein.
Ein 37-Jähriger meldete der Polizei, dass es nach einem Streit zu Handgreiflichkeiten zwischen ihm und seinem Nachbarn gekommen sei.
Der Nachbar habe ihn dabei mit einer Machete bedroht und sei anschließend mit der Waffe auf die Straße gelaufen, wie das Polizeipräsidium München mitteilte.
Die Beamten leiteten umgehend eine Fahndung ein. Der flüchtige Nachbar, ein 47-Jähriger, konnte kurz darauf über eine Videokamera im U-Bahnhof Therese-Giehse-Allee lokalisiert werden. Um eine Flucht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu verhindern, wurde die Münchner Verkehrsgesellschaft verständigt, die die Abfahrt der U-Bahnen stoppte.
Zudem eilten zahlreiche Polizeikräfte zum Bahnhof.
Die Polizisten forderten den Mann am Bahnsteig mit gezogener Schusswaffe auf, sich auf den Boden zu legen. Der Mann wurde gefesselt und durchsucht. Eine Machete konnte bei ihm allerdings nicht aufgefunden werden.