Patient rastet in Klinik aus, läuft mit Schere auf Polizeibeamte zu
Offenbach am Main - Ein Patient hat in einem Krankenhaus in Offenbach randaliert und dadurch einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Schlussendlich musste der Mann von den Beamten mit einem Taser gestoppt werden.
Wie die Polizei am Montag mitteilte, war es am Freitagabend zu dem Zwischenfall gekommen.
Der Mann habe den Angaben zufolge in der Klinik mit einem Gehstock um sich geschlagen sowie mit einem Feuerlöscher und einer Schere hantiert.
Da der emotional stark erregte Patient auch auf mehrfache Ansprache der Polizisten unbeeindruckt blieb und mit der Schere gar auf die Kräfte zulief, kam ein "Distanzelektroimpulsgerät" zum Einsatz.
Die Trefferwirkung ermöglichte es demnach, dem Mann die Schere aus der Hand zu nehmen und die gefährliche Situation entsprechend zu bereinigen.
Durch die Pfeilelektroden wurde der Mann leicht verletzt. Er beruhigte sich letztlich, sodass die Beamten abrücken konnten.
Das sogenannte Distanzelektroimpulsgerät habe sich laut Polizei in der Vergangenheit als "sicheres und wirksames Einsatzmittel zur Bewältigung dynamischer Lagen" erwiesen. "Es bietet den Vorteil, dass akute Gefahrensituationen schnell und aus sicherer Distanz beendet werden können", heißt es. "Durch die gezielte und zeitlich begrenzte Wirkung lassen sich schwerere Zwangsmittel häufig vermeiden." Das Verletzungsrisiko werde dadurch reduziert.
Titelfoto: Marijan Murat/dpa
