Razzia wegen Drogenkriminalität: SEK durchsucht Wohnungen in Bonn - eine Festnahme
Von Katharina Kausche, Jonas Reihl
Bonn - Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hat am Dienstag in den frühen Morgenstunden in Bonn eine Wohnung durchsucht. Eine Person wurde festgenommen. Am frühen Nachmittag wurden weitere Details bekannt.
Der Einsatz stehe im Zusammenhang mit Betäubungsmittelkriminalität, teilte das Polizeipräsidium Bonn am Morgen mit.
Insgesamt sollten den Angaben zufolge den Tag über deutschlandweit sieben Objekte durchsucht werden, drei davon in Bonn. Daneben war das SEK in Sankt Augustin, Troisdorf sowie in Brandenburg und Rheinland-Pfalz im Einsatz.
Bei den Razzien wurden etliche Beweismittel sichergestellt, darunter auch einige Datenträger. Zudem wurden Vermögenswerte, unter anderem 22.000 Euro in bar sowie Schmuck, beschlagnahmt.
Gegen einen 47-Jährigen wurde darüber hinaus ein Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des Handelns mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ausgestellt. Ihm wird vorgeworfen, Kokain verkauft zu haben, während er sich im offenen Vollzug befand. Er wurde an seiner Wohnadresse festgenommen.
Großrazzia im März 2025 führte Polizei auf die Spur der Verdächtigen
Ins Visier der Fahnder war der Verdächtige nach einem europaweiten Einsatz gegen die organisierte Betäubungsmittelkriminalität im Großraum Köln/Bonn im März 2025 gerückt, bei dem insgesamt 13 Männer festgenommen wurden.
Diesen wird vorgeworfen, gemeinsam mit weiteren Beteiligten Drogen im großen Stil nach Deutschland geschmuggelt und hier verkauft zu haben. Bei dem damaligen Einsatz konnten unter anderem 27 Kilogramm Marihuana, mehrere scharfe Schusswaffen sowie Bargeld in Höhe von über 200.000 Euro sichergestellt werden.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen gerieten seitdem sieben weitere Verdächtige im Alter zwischen 25 und 63 Jahren aufs Radar der Ermittler der Einsatzgruppe "Capo" der Bonner Polizei.
Erstmeldung: 3. Februar, 9.02 Uhr; zuletzt aktualisiert: 3. Februar, 13.58 Uhr
Titelfoto: DPA

