Rund 50 Einbrüche in mehreren Bundesländern: Senior (73) nach zwölf Jahren in U-Haft
Heilbronn - Geduld zahlt sich aus: Der Kriminalpolizei Heilbronn ist ein bedeutender Ermittlungserfolg gelungen. Ein überregional agierender Einbrecher kam in Haft.
Nach jahrelangen Ermittlungen klickten am vergangenen Samstagmorgen in Kitzingen (Bayern) die Handschellen. Ein 73-jähriger Pole steht laut Polizeiangaben im Verdacht, seit 2014 rund 50 Einbrüche in ganz Deutschland begangen zu haben.
Der entscheidende Hinweis kam aus der Spurensicherung. Nach einem Einbruch in die Sebastian-Bach-Straße in Möckmühl im November 2025 konnten Kriminaltechniker DNA- oder Fingerabdruckspuren sichern. Diese ergaben Übereinstimmungen mit Taten in Tauberbischofsheim.
Verdeckte Ermittlungen führten die Beamten schließlich zu einem Fahrzeug und einem Muster, das bis ins Jahr 2014 zurückreicht.
Die Ermittler fanden zudem heraus, dass der Senior ein systematisches Vorgehen an den Tag legte. Er reiste mutmaßlich ausschließlich in den dunklen Wintermonaten aus Polen ein und mietete sich immer wieder in derselben Unterkunft in Unterfranken ein.
Von dort aus soll er seine Raubzüge durch sechs Bundesländer, darunter Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, gestartet haben.
In einer länderübergreifenden Zusammenarbeit mit der bayerischen und polnischen Polizei wurde der Mann schließlich auf dem Weg zur Grenze abgefangen. Er sitzt nun in einer JVA in Untersuchungshaft.
Titelfoto: Marijan Murat/dpa
