Schüsse in Offenburg: Frau stirbt, toter Tatverdächtiger war wegen Stalking polizeibekannt

Von Johanna Baumann

Offenburg - Am Montagmorgen fielen in einem Offenburger Wohngebiet Schüsse. Zwei Menschen verstarben nach dem Vorfall, darunter der Tatverdächtige (†33). Am Nachmittag gab die Polizei mehr Hintergrundinfos bekannt.

Die Polizei ist im Großaufgebot vor Ort.  © Esther Busch / EinsatzReport24

Wie das Polizeipräsidium Offenburg mitteilte, war der 33-Jährige zwar nicht vorbestraft, jedoch wegen Beleidigung und Stalking-Vorwürfen der Polizei sowie Justiz bekannt.

Gegen 8 Uhr gingen mehrere Notrufe wegen Schüssen in der Händelstraße ein. Dort soll der Tatverdächtige aus unbekannten Gründen auf das Opfer, eine 36 Jahre alte Frau, getroffen sein.

Kurze Zeit später rückte die Polizei in einem Großaufgebot an. In der Hofeinfahrt eines Wohnhauses fanden die Beamten dann den toten 33-Jährigen sowie die zunächst schwerst verletzte Frau vor, die in der Nähe des Tatortes gewohnt haben soll.

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Die Polizisten leiteten Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. "Die schwerstverletzte Frau wurde von den
Rettungskräften zwar noch in eine Klinik eingeliefert, verstarb dort allerdings
kurze Zeit später", teilte die Polizei am Vormittag mit.

In der Nähe des Tatorts konnte eine Waffe sichergestellt werden. Der Bereich des Einsatzortes wurde weiträumig abgesperrt.

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Die Spurensicherung ist vor Ort.  © Esther Busch / EinsatzReport24

Keine Hinweise auf weitere Beteiligte

"Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Mann die Waffe zunächst gegen die Frau und danach gegen sich selbst eingesetzt hatte", hieß es in einer aktuellen Mitteilung. Hinweise auf die Beteiligung Dritter liegen nicht vor.

Laut derzeitigen Erkenntnissen, soll der Tatverdächtige mit dem Opfer eine Vorbeziehung gehabt haben, die vor Monaten beendet wurde. Nach der Trennung soll es dann zu Beleidigungen und Nachstellungen gekommen sein.

Die Hintergründe und der genaue Ablauf der Tat sind derzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Die Polizei betonte am Mittag, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über Suizide. Da es sich um einen erweiterten Suizid handelt und Ermittlungen laufen, entschied sich die Redaktion, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Erstmeldung um 9.43 Uhr, aktualisiert um 15.05 Uhr.

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