Berlin - Mehr als 300 Polizisten stürmten am Mittwoch 14 Wohnungen in Berlin. Grund dafür war ein Verdacht auf versuchten Totschlag.
Laut der Beamten sollen mehrere Männer am 11. Dezember vor einem Spätkauf an der Gartenfelder Straße/Ecke Simonring mehrfach auf einen 31-Jährigen geschossen haben und danach mit Autos geflohen sein.
Nun stürmten die Kriminalpolizei und das SEK Wohnungen in den Stadtteilen Britz, Charlottenburg, Haselhorst, Spandau, Staaken, Tempelhof und Tiergarten.
Die Ermittler hofften, dabei die sieben Verdächtigen im Alter von 21 bis 28 Jahren anzutreffen. Zuvor wurden die Gesuchten mithilfe von Gesichtserkennungssoftware, ausgewertetem Videomaterial und sogenannten Super Recognizern identifiziert.
In einer Spandauer Wohnung und bei einem weiteren Verdächtigen stellten die Beamten größere Mengen Kokain, Ketamin und Haschisch sicher. Zudem fanden sie in weiteren Wohnungen Tatkleidung, Waffen, Munition und andere Beweise.
Alle Tatverdächtigen bis auf einen 21-Jährigen wurden angetroffen und vorläufig festgenommen.
Ein per Haftbefehl gesuchter 24-Jähriger kam gegen Meldeauflagen frei. Auch die übrigen Beschuldigten wurden nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Die Ermittlungen und die Auswertung der Beweise laufen weiter.