Selbstgebaute Pyrotechnik: Zwei 18-Jährige sterben in der Silvesternacht

Von Markus Lenhardt

Bielefeld - Zwei 18-Jährige sind in der Silvesternacht in Bielefeld bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik ums Leben gekommen.

Einer der Männer erlag noch am Unfallort.  © /tv7news/dpa

Die jungen Männer erlitten tödliche Gesichtsverletzungen, wie die Polizei mitteilte. Zuvor berichtete die "Bild" darüber. Die Unfälle passierten unabhängig voneinander.

Ein Vorfall ereignete sich im Stadtteil Baumheide. Dort starb der Mann den Angaben zufolge noch am Unfallort.

Der Verletzte im Stadtteil Brake erlag seinen Verletzungen nach Reanimationsversuchen im Krankenhaus.

Polizeimeldungen Streit auf Feier eskaliert! Mann durch Schuss ins Gesicht verletzt

Um welche Pyrotechnik es sich handelte, wurde nicht mitgeteilt.

In beiden Fällen gab es laut Polizei Zeugen des Vorfalls. Bislang liegen den Angaben zufolge keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

Immer wieder verletzen sich Menschen beim Umgang mit Pyrotechnik schwer - teils sogar tödlich. Leichtsinn mit Feuerwerk kostete in der vergangenen Silvesternacht in Deutschland fünf Männer das Leben. Zahlreiche Menschen erlitten teils schwere Verletzungen.

Anzeige
Einer der Vorfälle ereignete sich an einem Spielplatz in Bielefeld.  © Christian Müller/dpa

Rettungspersonal hat alle Hände voll zu tun

In Berlin wurden am diesjährigen Silvesterabend im Unfallkrankenhaus bis 22.30 Uhr fünf Menschen mit Böllerverletzungen in der Notaufnahme aufgenommen. Zwei davon seien schwer verletzt, teilte die Klinik auf der Plattform X mit.

In Leipzig wurde ein 16 Jahre altes Mädchen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden, schwer an der Hand verletzt. Die Jugendliche verlor durch die Explosion den kleinen Finger und Teile des Ringfingers, wie die Polizei mitteilte.

Mehr zum Thema Polizeimeldungen: