Streife entdeckt Granate in Militär-Oldtimer: Fahrer gerät in Erklärungsnot
Bernsdorf - Da staunten die Beamten nicht schlecht! Eine Polizeistreife entdeckte am Sonntagnachmittag in Bernsdorf (Landkreis Bautzen) eine Granate in einem Oldtimer. Doch dies war nicht das Einzige, das ihre Aufmerksamkeit weckte.
Wie die Polizei mitteilte, wurden die Beamten gegen 15 Uhr auf der Hoyerswerdaer Straße auf ein geparktes Oldtimer-Militärfahrzeug aufmerksam, an das rote Überführungskennzeichen angebracht waren.
Als sie sich den Oldtimer genauer ansahen, entdeckten sie im Inneren eine Granate. Diese sei zu dem Zeitpunkt dank des offenen Verdecks für jedermann griffbereit und frei zugänglich gewesen.
Als der 64-jährige Fahrer auftauchte, stellte sich heraus, dass es sich bei der Granate um eine sogenannte Anscheinswaffe handelte, also ein Gegenstand, der echten Waffen täuschend ähnlich sieht.
Dennoch handelte es sich um einen Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Beamten kassierten die Fake-Granate ein.
Der 64-Jährige erklärte zudem, auf dem Weg zu einer Fahrradtour zu sein - damit leistete er sich den nächsten Fauxpas. Da dies keine Probe- oder Überführungsfahrt und auch keine Fahrt im Zusammenhang mit einem Oldtimertreffen war, verstieß er mit der Nutzung des roten Kennzeichens gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
Wegen beider Delikte wird gegen den Mann ermittelt.
Titelfoto: Bildmontage: 123rf/artzzz / Lino Mirgeler/dpa
