Streit in Flüchtlingsheim eskaliert: SEK im Einsatz
Eschweiler - Ein ausgearteter Streit in einem Flüchtlingsheim in Eschweiler hat für einen Großeinsatz der Polizei unter Beteiligung von Spezialeinsatzkräften gesorgt.
Demnach seien gegen 5.40 Uhr zwei Zimmernachbarn der kommunalen Unterbringungseinrichtung in der Grachtstraße aneinandergeraten. Die Auseinandersetzung mündete zunächst in einer Sachbeschädigung.
Während einer der beiden Streithähne daraufhin aus der Unterkunft flüchtete, bedrohte ein 34-jähriger Mann die hinzugerufenen Polizeibeamten mit einem abgebrochenen Glas sowie einer Holzlatte.
Zwar versuchten die Beamten, den Mann mit einer Elektroschockpistole außer Gefecht zu setzen, doch der Versuch schlug fehl.
Der 34-jährige Flüchtling zog sich anschließend in ein Zimmer zurück und drohte unter anderem mit einem Messer, weshalb die Polizisten das SEK dazurief.
Hinweise auf Drogenkonsum bei 34-Jährigem
Gegen 09.37 Uhr konnte der Mann in seinem Zimmer durch Spezialeinsatzkräfte festgenommen werden. Der Flüchtling leistete dabei erheblichen Widerstand.
Da er bei der Festnahme Verletzungen davontrug, wurde der 34-Jährige zunächst zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die eingesetzten Beamten blieben glücklicherweise unverletzt.
Dem Flüchtling wurde im Krankenhaus noch eine Blutprobe entnommen, da sich bei ihm Hinweise auf einen Drogenkonsum ergaben.
Die weiteren Ermittlungen dauern allerdings noch an.
Titelfoto: NEWS5 / Joachim Kollednigg

