Tödlicher Streit im Frankfurter Nordend: Neue Details zu Polizei-Schüssen und mutmaßlichem Täter

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Frankfurt am Main - Ein Streit in einer Frankfurter Wohnung hat am Freitagabend ein tödliches Ende genommen. Während ein Mann noch am Tatort starb, wurde der mutmaßliche Angreifer durch Polizeischüsse schwer verletzt. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse zu dem Fall.

Der Tatort im Frankfurter Nordend wurde von der Polizei aufgrund des Großeinsatzes weiträumig abgesperrt.
Der Tatort im Frankfurter Nordend wurde von der Polizei aufgrund des Großeinsatzes weiträumig abgesperrt.  © 5VISION.NEWS

Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Hessische Landeskriminalamt mitteilten, ordnete das Amtsgericht Frankfurt wegen Hinweisen auf eine psychische Erkrankung inzwischen die einstweilige Unterbringung des 30-jährigen Tatverdächtigen in einer psychiatrischen Einrichtung an.

Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen waren ein 30 Jahre alter jamaikanischer Staatsbürger sowie ein 35-jähriger Australier, beide wohnsitzlos, zu Gast in einer Wohnung in der Zeißelstraße im Frankfurter Nordend.

Gegen kurz nach 18 Uhr eskalierte laut Ermittlern ein Streit in der Küche der Wohnung. Dabei soll der 30-Jährige dem 35-Jährigen mit scharfer und stumpfer Gewalt mehrere lebensgefährliche Verletzungen zugefügt haben.

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Der 29-jährige Mieter der Wohnung hielt sich währenddessen in seinem Zimmer auf. Erst durch Hilferufe des Opfers sei er auf die Situation aufmerksam geworden. Der Mann lief daraufhin auf die Straße und forderte Passanten auf, den Polizeinotruf zu wählen.

35-jähriger Australier verstarb noch am Tatort

Die Beamten waren mit einem Großaufgebot vor Ort, die Spurensicherung dauerte mehrere Stunden an.
Die Beamten waren mit einem Großaufgebot vor Ort, die Spurensicherung dauerte mehrere Stunden an.  © 5VISION.NEWS

Als die alarmierten Polizeibeamten die Wohnung betraten, kam es unmittelbar zu einem Schusswaffengebrauch gegen den noch immer anwesenden 30-jährigen Tatverdächtigen.

Dieser wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Behörden besteht inzwischen keine Lebensgefahr mehr.

Für den 35-jährigen Australier kam dagegen jede Hilfe zu spät. Trotz sofort eingeleiteter Erste-Hilfe-Maßnahmen starb er noch am Tatort.

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Die Hintergründe der Tat und der genaue Ablauf sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Auch die Auswertung der gesicherten Spuren dauert laut Behörden noch an.

Die Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch der Polizei führt das Hessische Landeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit Körperverletzung im Amt. Parallel ermittelt das Polizeipräsidium Frankfurt wegen des Verdachts des Totschlags im Zusammenhang mit der tödlichen Auseinandersetzung in der Wohnung.

Titelfoto: 5VISION.NEWS

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