Totes Frühchen aus Krankenhaus verschwunden: Überreste in Wäscherei entdeckt

Böblingen - Aufregung in Böblingen nahe Stuttgart. Dort verschwand die Leiche eines Babys aus einem Krankenhaus!

Das tote Frühgeborene verschwand aus der Klinik in Böblingen. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen.  © Bernd Weißbrod/dpa

Ein am 4. Juli verstorbenes Frühchen sollte am Mittwoch von einem Bestatter abgeholt werden. Als der Bestatter ankam, war das Baby nicht mehr da, teilt ein Polizeisprecher auf Anfrage von TAG24 mit.

Demnach habe es sich um ein Frühchen unter einem Kilo Körpergewicht gehandelt. In welcher Schwangerschaftswoche es zur Welt kam, konnte der Sprecher nicht sagen.

Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf und konnte Überreste eines Babys in einer Wäscherei auffinden, die Krankenhauswäsche reinigt.

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Um zweifelsfrei zu klären, ob es sich um den vermissten Leichnam handelt, wird die DNA des Babys untersucht.

Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen. Möglicherweise ist die Leiche des Frühchens übersehen und mit Laken in die Wäscherei gebracht worden. "Es könnte sich um ein tragisches Versehen, aber auch um etwas anderes handeln", erklärt der Polizeisprecher.

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Klinikverbund Südwest will betroffenen Eltern zur Seite stehen

Das Krankenhaus will den Vorfall intern prüfen und spricht der Familie sein Mitgefühl aus. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

Die Polizei ermittelt wegen Störung der Totenruhe. Die Familie des verstorbenen Kindes wurde informiert und erstattete ebenfalls Anzeige.

Der Klinikverbund Südwest, der Betreiber der Klinik Böblingen, zeigte sich betroffen. In einer Stellungnahme heißt es: "Was geschehen ist, bedauern wir zutiefst. Es tut uns aufrichtig leid, dass die Eltern und Angehörigen in dieser ohnehin schmerzlichen Zeit dies zusätzlich durchleben müssen."

Die Klinik verspricht den Eltern zur Seite zu stehen und involvierte die Seelsorge. "Für Eltern ist es furchtbar ihr eigenes Kind zu verlieren. Das Leid, dass sie durch den Vorfall erleiden müssen, lässt sich kaum ermessen. Unser Mitgefühl gilt der Familie", teilte der Klinikverbund Südwest mit.

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Der Leichnam des Babys ist laut Polizeisprecher noch nicht freigegeben worden. Erst wenn die Identität zweifelsfrei geklärt wurde, kann die Leiche dem Bestattungsunternehmen der Familie übergeben werden.

Das Krankenhaus will den Vorfall aufarbeiten und mit der Polizei zusammenarbeiten.

Ursprungsmeldung vom 10. Juli, 13.02 Uhr, aktualisiert 14.18 Uhr.

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