Über 30 illegale Prostitutionsstätten in Sachsen-Anhalt geschlossen
Von Dörthe Hein
Magdeburg/Halle - Bei Durchsuchungen wegen Schleuserkriminalität und Prostitution sind die Ermittler in Sachsen-Anhalt fündig geworden.
In 39 Objekten trafen die Einsatzkräfte nahezu überall Personen an, die der Prostitution nachgingen, wie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle mitteilte.
16 Personen thailändischer, kolumbianischer und chinesischer Nationalität ohne Aufenthaltsgenehmigung seien festgestellt worden. Mehr als 30 illegale Prostitutionsstätten wurden geschlossen.
Zudem stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher wie Handys, Laptops und Mietverträge. Sie beschlagnahmten hochwertige Vermögenswerte, darunter Uhren, Schmuck und Handtaschen. Auch ein fünfstelliger Bargeldbetrag wurde sichergestellt.
Am Mittwoch hatten rund 500 Polizisten Immobilien in Berlin und Sachsen-Anhalt durchsucht. Mehrere Deutsche und eine asiatischstämmige Person im Alter zwischen 27 und 40 Jahren stehen im Verdacht, vor allem Frauen aus dem asiatischen Raum illegal nach Deutschland geholt zu haben.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frauen als Prostituierte arbeiteten, um etwa das für die Schleusung verlangte Geld zu zahlen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Hintergrund sind Ermittlungen des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt und der Bundespolizei gegen sieben Hauptbeschuldigte.
Titelfoto: Andreas Arnold/dpa
