ABC-Alarm bei Verdi! Verdächtiges Pulver zwingt Mitarbeiter in Quarantäne

Von Frederick Mersi

Nürnberg - Ein Umschlag mit verdächtigem Inhalt bei der Gewerkschaft Verdi hat am Mittwochvormittag um 10.30 Uhr einen größeren Rettungseinsatz in Nürnberg ausgelöst. In dem Brief seien ein verdächtiges weißes Pulver und ein Drohschreiben gewesen. Die Substanz entpuppt sich schließlich als harmlos.

Das gefundene Pulver muss noch analysiert werden.
Das gefundene Pulver muss noch analysiert werden.  © NEWS5 / Sven Grundmann

Eine Spezialeinheit der Feuerwehr aus München war auf dem Weg, um die Substanz vor Ort zu analysieren.

"Bei dem Pulver handelt es sich um keine gefährliche Substanz", teilte die Stadtverwaltung mit, nachdem Spezialkräfte der Münchner Feuerwehr und Experten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) den Stoff untersucht hatten.

Elf Personen in der betroffenen Etage des Gewerkschaftshauses mussten zunächst weiterhin im Gebäude bleiben. Alle anderen konnten den Bau verlassen.

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Drei Menschen im Gewerkschaftshaus am Kornmarkt hatten ihm zufolge Kontakt zu der unbekannten Substanz. Bisher hätten diese aber keine Reaktionen gezeigt. Bei acht weiteren Personen im Stockwerk sei noch unklar, ob diese in Berührung mit dem Pulver gekommen seien.

"Eine Person, die unmittelbar mit der Substanz in Kontakt kam, zeigte sich infolge des Ereignisses psychisch stark belastet und galt dadurch als mittelschwer erkrankt", teilte Sohrab Taheri-Sohi vom Bayerischen Roten Kreuz mit.

"Sie befindet sich in Quarantäne und wird betreut." Die anderen zehn Personen waren vorsorglich in Quarantäne.

Polizei und Feuerwehr sind mit einem Großaufgebot in Nürnberg.
Polizei und Feuerwehr sind mit einem Großaufgebot in Nürnberg.  © NEWS5 / Sven Grundmann

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Das Gewerkschaftshaus wurde abgesperrt. Die Feuerwehr rückte laut Franke mit mehreren Dutzend Einsatzkräften an und baute eine Dekontaminationsstraße auf. Dabei handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, betonte Franke. Nach ersten Erkenntnissen bestehe für die Bevölkerung keine Gefahr.

Die Polizei ermittelt weiterhin zu den Hintergründen. Welchen Inhalt das Drohschreiben hat, wollte ein Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Erstmeldung 16.05 Uhr, Update 19.22 Uhr.

Titelfoto: NEWS5 / Sven Grundmann

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