Zeltlager in Flammen: Obdachlose verlieren alles
Berlin - In Charlottenburg ist am Mittwochabend ein Obdachlosenlager vollständig ausgebrannt. Drei Wohnungslose wurden in letzter Sekunde aus dem Feuer gerettet.
Polizei und Feuerwehr wurden gegen 17 Uhr in die Lewishamstraße alarmiert, wo unter einer Brücke ein Zelt in Flammen stand.
Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich zu diesem Zeitpunkt drei Männer in angrenzenden Zelten – ein 33-Jähriger, ein 45-Jähriger sowie ein bislang unbekannt gebliebener Mann.
Sie konnten durch eine Zeugin, einen Zeugen sowie herbeigerufene Einsatzkräfte der Bundespolizei rechtzeitig aus dem Camp gerettet werden. Verletzt wurde niemand.
Trotz des schnellen Eingreifens der Berliner Feuerwehr brannte nahezu das gesamte Obdachlosencamp ab.
Die Lewishamstraße musste zwischen dem Stuttgarter Platz und der Gervinusstraße für rund anderthalb Stunden voll gesperrt werden. Auch der öffentliche Nahverkehr war in diesem Zeitraum beeinträchtigt.
Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen nach Angaben der Polizei derzeit nicht vor. Die weiteren Ermittlungen hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.
Titelfoto: Jens Kalaene/dpa
