Zwei Teenager sterben in der Silvesternacht: Kugelbomben-Verkäufer festgenommen

Bielefeld - Nach den tragischen Vorfällen in der Silvesternacht, als zwei 18-Jährige bei Unfällen mit selbst gebauter Pyrotechnik ums Leben gekommen sind, hat die Polizei jetzt wohl einen Ermittlungserfolg verbuchen können.

Die Polizei hat einen Verdächtigen nach den schrecklichen Vorfällen in der Silvesternacht festgenommen.
Die Polizei hat einen Verdächtigen nach den schrecklichen Vorfällen in der Silvesternacht festgenommen.  © Christian Müller/dpa

Denn wie "BILD" berichtet, sei ein Verdächtiger, der mindestens einen der illegalen Böller verkauft haben soll, festgenommen werden.

Demnach soll die Festnahme schon wenige Tage nach den tödlichen Unglücken vorgenommen worden sein. Um die weiteren Ermittlungen nach Tatverdächtigen jedoch nicht zu gefährden, halte man sich angeblich bisher bedeckt.

Nach "BILD"-Informationen soll es sich bei dem Festgenommenen um einen 20-Jährigen handeln. Der Pressesprecher der Polizei will das jedoch nicht bestätigen.

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"Vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen können wir vorerst keine Auskünfte zu einer möglichen Festnahme geben", gibt er gegenüber des Mediums preis.

Nach Angaben der "Neuen Westfälischen" sei man dem Mann aus Bielefeld durch Handyauswertungen auf die Spur gekommen.

Polizei findet leere Verpackungen von illegalen Feuerwerkskörpern in der Wohnung des Verdächtigen

Auf einem Spielplatz in Bielefeld-Baumheide verstarb ein 18-Jähriger an schweren Gesichtsverletzungen.
Auf einem Spielplatz in Bielefeld-Baumheide verstarb ein 18-Jähriger an schweren Gesichtsverletzungen.  © Friso Gentsch/dpa

Im Anschluss habe man Anfang Januar die Wohnanschrift des Verdächtigen durchsucht. Zwar sollen die Ermittler keine Pyrotechnik mehr gefunden haben, aber leere Verpackungen von illegalen Feuerwerkskörpern habe man sicherstellen können.

Inzwischen sei der 20-jährige Mann aus Bielefeld aber wieder entlassen worden. Gegen den Verdächtigen laufe daher ein Verfahren wegen möglichem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz – und wegen fahrlässiger Tötung.

Bei einem Unfall im Stadtteil Baumheide explodierte die selbst gebaute Pyrotechnik direkt vor dem Gesicht eines 18-Jährigen. Obwohl versucht wurde, ihn zu reanimieren, starb der Teenager noch vor Ort.

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Nur unweit entfernt im Stadtteil Brake erlag ebenfalls ein 18-Jähriger seinen schweren Gesichtsverletzungen, nachdem er einen Böller gezündet hatte. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Titelfoto: Christian Müller/dpa

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