Krasse Enthüllungen: Rassismus bei Johannitern und Maltesern aufgedeckt!

Köln - Die Hilfsorganisationen Malteser und Johanniter in Nordrhein-Westfalen haben nach einem Bericht der "taz" teilweise ein Rassismus-Problem!

Die Johanniter wollen die Vorfälle nach eigenen Angaben untersuchen. (Symbolbild)
Die Johanniter wollen die Vorfälle nach eigenen Angaben untersuchen. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Demnach wurden bei den Johannitern in Köln die Geburtstage von Adolf Hitler und anderen Nazi-Größen in einen Wandkalender eingetragen und ein rassistisches Spiel gespielt.

Rettungskräfte seien dort auch als Reichsbürger und durch eine Nähe zur rechtsextremen Identitären Bewegung aufgefallen. Die Malteser und der Johanniter sagten der "taz" eine schnelle Prüfung der Vorwürfe zu.

Auf einer Rettungswache der Malteser in Nordrhein-Westfalen soll ein Mitarbeiter vor einem Einsatz geäußert haben, dass er
lieber das Flüchtlingsheim anzünden wolle, als den
Geflüchteten zu helfen.

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Auf dieser Wache hätten
Mitarbeiter in einer Chatgruppe rassistische und sexistische Memes ausgetauscht, berichtete die "taz".

Die Malteser sind ein katholisches und die Johanniter ein evangelisches Hilfswerk. Beide rücken jedes Jahr zu Hunderttausenden von Rettungseinsätzen aus. Die Organisationen sicherten am Samstag eine umfassende Untersuchung der Vorwürfe zu. Gleichzeitig verwahrten sie sich gegen eine Pauschalverurteilung.

Vorfälle bei Johannitern und Maltesern sollen untersucht werden

Der Landesverband der Malteser in NRW "verurteilte so ein menschenverachtendes Verhalten". (Symbolbild)
Der Landesverband der Malteser in NRW "verurteilte so ein menschenverachtendes Verhalten". (Symbolbild)  © Harald Tittel/dpa

Rettungskräfte beider Rettungswachen berichteten der taz" den Angaben zufolge von Fällen, in denen aus rassistischen Gründen Patientinnen und Patienten schlechter behandelt worden seien.

Die Rettungskräfte, die in Köln in Zusammenhang mit den rechtsextremen und rassistischen Vorfällen aufgefallen seien, arbeiteten zumindest teilweise immer noch für die Johanniter Unfallhilfe. Der Mitarbeiter, der 2020 die Vorfälle intern weitgehend erfolglos angesprochen habe, habe dagegen die Kündigung erhalten, schreibt die "taz".

Eine Sprecherin der Johanniter teilte am Samstag mit, die von dem ehemaligen Mitarbeiter erhobenen Vorwürfe seien 2020 schon einmal umfassend untersucht worden, doch hätten sich dafür keine Belege gefunden. Man werde den Vorwürfen jetzt noch einmal nachgehen.

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"Wir bedauern außerdem, dass der damalige Regionalvorstand nicht unsere Partner in der Berufsfeuerwehr und bei der Stadt Köln frühzeitig informiert hat", so die Sprecherin.

Malteser wehren sich gegen "pauschale Anklage zu rassistischem Verhalten von Rettungskräften"

Rassistisches Gedankengut widerspreche der Haltung des christlichen Hilfsweks zutiefst, wie die Sprecherin unterstrich. "Zugleich verwahren wir uns gegen eine Pauschalverurteilung unserer Mitarbeitenden und des gesamten Rettungsdienstes."

Ein überwältigend großer Anteil von ihnen übe einen tadellosen, engagierten und professionellen Dienst am Nächsten aus.

Ein Sprecher der Malteser sagte, ihnen seien die Vorwürfe bisher noch nicht bekannt gewesen. Es sei nun eine interne Prüfung eingeleitet worden.

Rechtsextremistisches und rassistisches Verhalten werde von den Maltesern klar verurteilt. "Bisher waren uns im Rettungsdienst keine Meldungen zu rechtsextremen Vorfällen bekannt. Wir wehren uns daher gegen eine pauschale Anklage zu rassistischem Verhalten von Rettungskräften, wie sie in dem Artikel suggeriert wird."

In den verpflichtenden Fortbildungen für die Mitarbeitenden solle das Thema Rassismus ab sofort aber noch intensiver behandelt werden.

Originalmeldung vom 17. September, 11.23 Uhr; zuletzt aktualisiert am 17. September, 14.22 Uhr

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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