Frauen aus China zur Prostitution gezwungen? Großrazzia gegen Schleuser

Von Oliver Auster

Bochum - Bundespolizei und Staatsanwaltschaft sind seit dem frühen Donnerstagmorgen mit rund 600 Einsatzkräften gegen eine Schleuserbande vorgegangen.

Rund 600 Einsatzkräfte der Bundespolizei durchsuchten am Donnerstag insgesamt 16 Wohn- und Geschäftsräume in NRW und Niedersachsen. (Symbolbild)
Rund 600 Einsatzkräfte der Bundespolizei durchsuchten am Donnerstag insgesamt 16 Wohn- und Geschäftsräume in NRW und Niedersachsen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Die mutmaßlichen Täter sollen chinesische Frauen als Prostituierte nach Deutschland gebracht haben. Insgesamt 16 Wohn- und Geschäftsräume in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurden durchsucht.

"Die Ermittlungen richten sich dabei gegen eine 59-jährige chinesische Hauptbeschuldigte sowie zehn weitere Beschuldigte, die als Bande im Verdacht des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie des Menschenhandels stehen", so die Behörden in einer Mitteilung.

Bei den Durchsuchungen habe man sechs Opfer angetroffen: "Diese sollen die Prostitution in Massagesalons sowie Stundenhotels ausüben."

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Die 59-Jährige sowie zwei weitere Beschuldigte wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bochum in Untersuchungshaft genommen. Die Haftbefehle wurden demnach in Oer-Erkenschwick, Brühl und Recklinghausen vollstreckt.

Razzien gab es in NRW auch in Paderborn, Recklinghausen, Dortmund, Düsseldorf, Frechen, Hürth, Köln, Hiddenhausen und Rheine sowie in Niedersachsen in Bad Bentheim, Bramsche und Osnabrück.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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