Razzia bei der Deutschen Bank: Ermittler durchsuchen Frankfurter Hauptsitz
Frankfurt am Main - Großrazzia in der Frankfurter Zentrale der Deutschen Bank: Seit den frühen Morgenstunden durchsuchen Ermittler der Staatsanwaltschaft und der Steuerfahndung das Gebäude.
Nach Informationen von "Business Insider" und "WELT" stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.
Grund für die Razzia sollen der Deutschen Presse-Agentur zufolge fragwürdige Steuerdeals der Postbank zwischen 2008 und 2010 sein. Die Postbank gehört mittlerweile zum Deutsche-Bank-Konzern.
Im Fokus stehen dabei sogenannte Cum-Cum-Geschäfte.
Cum-Cum-Geschäfte sind laut einem "Tagesschau"-Bericht Aktiengeschäfte rund um den Dividendenstichtag, mit denen Beteiligte Steuervorteile bei der Kapitalertragsteuer erzielen wollten.
Anders als Cum-Ex-Deals sind Cum-Cum-Geschäfte nicht grundsätzlich illegal. Gerichte und Ermittlungsbehörden nehmen viele dieser Konstruktionen inzwischen jedoch genauer unter die Lupe und prüfen, ob dabei gegen das Steuerrecht verstoßen wurde.
Dem Fiskus soll dadurch laut DPA ein geschätzter Schaden von 28 Milliarden Euro entstanden sein.
Erstmeldung vom 22. Juli, 10.59 Uhr, zuletzt aktualisiert um 11.57 Uhr.
Titelfoto: Arne Dedert/dpa
