Hessenweite Großrazzia: Polizei sichert 700.000 Euro und schnappt ganz dicken Fisch

Von Andrea Löbbecke

Wiesbaden - Bei hessenweiten Kontrollen nehmen die Sicherheitsbehörden unter anderem reisende Täter und Sozialleistungsbetrug in den Blick. Ein besonders dicker Fisch geht in Wiesbaden ins Netz.

Hessens Innenminister Roman Poseck (56, CDU, l.) verschaffte sich bei dem groß angelegten Schlag gegen die Organisierte Kriminalität vor Ort einen persönlichen Blick.  © Hessisches Landeskriminalamt

Bei besagter Großrazzia haben die Einsatzkräfte rund 700.000 Euro an Vermögenswerten gesichert und sechs Menschen vorläufig festgenommen.

Unter anderem wurde in der Nacht zum Donnerstag die A3 nördlich von Wiesbaden komplett gesperrt und der Verkehr über eine Raststätte umgeleitet. Über der Kontrollstelle ließ die Polizei eine Drohne steigen, um von oben alles im Blick zu haben. 

Innenminister Roman Poseck (56, CDU) besuchte die Einsatzkräfte und sagte vor Ort: "Hier geht es vor allem darum, reisende Täter aufzuspüren, es geht um Organisierte Kriminalität." 

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Zudem wolle die Polizei gezielt gegen Einbrecher vorgehen. Die Aktion diene auch der Abschreckung, betonte der Minister.

"Hier wird ein klares Zeichen gesetzt, dass Verbrecher in Hessen nicht sicher sein können." Der Präsident des Landeskriminalamtes, Daniel Muth, sagte: "Die Kontrollmaßnahmen sind Teil eines landesweiten, abgestimmten Aktionsansatzes zur Bekämpfung der Schweren und Organisierten Kriminalität in Hessen."

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Zwei Luxusautos in Wiesbaden beschlagnahmt

Auch einen extrem wertvollen Rolls-Royce Spectre konnten die Beamten bei der Großrazzia sicherstellen.  © Hessisches Landeskriminalamt

Während des Aktionstages kontrollierten die insgesamt rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Polizei, Zoll, Steuerfahndung und weiterer Behörden auch Gaststätten, Glücksspielbetriebe, Barbershops und Wohnungen, wie das Innenministerium mitteilte.

Dabei nahmen sie gezielt den Missbrauch staatlicher Leistungen in den Blick.

In Wiesbaden wurde ein 54-Jähriger kontrolliert, der in einem Luxusauto im Wert von 390.000 Euro unterwegs war, wie das Ministerium mitteilte.

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Der Wagen sei ebenso wie ein zweites Auto im Wert von 130.000 Euro sowie eine Armbanduhr im Wert von rund 60.000 Euro wegen des Verdachts der Geldwäsche beschlagnahmt worden.

Insgesamt wurden während des Aktionstages 1071 Menschen, 149 Objekte und 92 Fahrzeuge kontrolliert, 32 Strafanzeigen erstattet und über 68 Ordnungswidrigkeiten festgestellt.

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