Illegale Prostitution: Kontrolle in Massagesalon offenbart verbotenes Treiben
Von Jonas-Erik Schmidt
Siegburg - Ermittler haben eine mutmaßliche Bande gefasst, die Frauen illegal zur Prostitution nach Deutschland gebracht und sich bereichert haben soll.
Vier Verdächtige seien festgenommen worden und in Untersuchungshaft, teilte die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis mit. Der Tatvorwurf laute auf gewerbsmäßige und bandenmäßige Beihilfe zum illegalen Aufenthalt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn.
Ausgangspunkt der Ermittlungen waren den Angaben zufolge Kontrollen eines Massagesalons in Sankt Augustin im Sommer 2024. Die Behörden stießen dabei auf erste Hinweise auf illegal in Deutschland lebende Frauen, die der Prostitution nachgingen. Daraufhin wurden verdeckte Ermittlungen eingeleitet, hieß es weiter.
Am Mittwoch durchsuchten rund 120 Polizeikräfte etwa 20 Objekte. Bei den vier bei dem Einsatz festgenommenen Verdächtigen handelte es sich den Angaben zufolge um chinesische Staatsbürger im Alter von 32 bis 62 Jahren.
Die Polizei beschlagnahmte zudem Bargeld, Schmuck, zwei Autos und zwei Eigentumswohnungen.
Chinesische Frauen zum Zwecke der Prostitution nach Deutschland gebracht
Die Verdächtigen sollen mehrere chinesische Frauen nach Deutschland gebracht haben, damit sich diese hier prostituieren. Auch die Beteiligung mehrerer ungarischer Staatsbürger werde geprüft, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter.
Sie sollen der Bande unter anderem mit technischer Infrastruktur geholfen haben.
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