Razzia in Nachtclub: Ukrainerinnen mit falschen Versprechen ins Land gelockt und ausgebeutet!

Almería - In Spanien stürmten Ermittler mehrere Nachtclubs, in denen über Jahre hinweg vor allem ukrainische Frauen sexuell ausgebeutet wurden.

Ermittler der spanischen Polizei durchsuchen einen Nachtclub in der spanischen Stadt Almería.
Ermittler der spanischen Polizei durchsuchen einen Nachtclub in der spanischen Stadt Almería.  © Europol

In der andalusischen Stadt Almería hat eine kriminelle Bande seit 2020 gezielt Ukrainerinnen mit falschen Versprechen nach Spanien gelockt, teilte die europäische Polizeibehörde "Europol" am Freitag mit.

Fünf Beschuldigte wurden bei einer Razzia nun festgenommen. Insgesamt 14 betroffene Frauen wurden identifiziert.

Das Vorgehen der Täter schockiert: Über soziale Medien kontaktierten sie ihre Opfer und gaben sich als Manager einer Personalvermittlungsagentur aus. Den Frauen versprachen sie ein Touristenvisum sowie einen Job als Hostess.

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Die Realität für die Osteuropäerinnen war nach der Ankunft allerdings eine andere. Sie wurden angewiesen, in Spanien wegen des tobenden Ukraine-Kriegs ein Schutzersuchen zu stellen, um somit eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.

Doch einen versprochenen Arbeitsvertrag als Hostess erhielten sie nie. Stattdessen wurden sie in von der Außenwelt abgeschottet in mehreren Häusern eines Nachtclub-Besitzers untergebracht, wo man sie zur Prostitution zwang.

Bei der durchgeführten Razzia wurden ebenfalls Bargeld und Luxusautos beschlagnahmt.

Titelfoto: Europol

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