Razzia nach Schmuggelversuch bei Olympia: Polizei durchsucht Skiverband

Zagreb (Kroatien) - Erst ein Klopfen, dann der Zugriff: Der kroatische Skiverband (CroSki) ist offenbar Ziel einer Razzia geworden.

Polizisten haben beim kroatischen Skiverband eine Razzia durchgeführt. (Symbolfoto)  © DENIS LOVROVIC / AFP

Am Donnerstagmorgen hätten Polizisten Objekte in der Gespanschaft Zagreb sowie auf der Halbinsel Istrien durchsucht, berichtet unter anderem das Online-Portal "Index.hr" und bezieht sich dabei auf Behördenangaben.

Es gehe demnach konkret um Korruptionsvorwürfe gegen die Verbandsmitglieder Nenad Eror, Damir Raos, Božena Hrvoj Meić und Vedran Pavlek.

Besonders auffällig ist dabei, dass Letzterer erst Mitte März sein Amt als Alpindirektor aufgegeben hatte, nachdem Gerüchte über mögliche Geldwäsche aufgekommen waren.

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Ihm und den anderen werde den Medienangaben zufolge vorgeworfen, im Rahmen einer kriminellen Vereinigung Korruptionsdelikte begangen zu haben.

Ob die Tatverdächtigen von den Beamten festgenommen wurden, ist unklar. Auch nähere Details zum Zugriff liegen bislang nicht vor.

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Ermittlungen nach Grenzfund von 120.000 Euro

Vor wenigen Wochen hatten Ermittler mit den Untersuchungen in diesem Fall begonnen, nachdem ein Mitglied des kroatischen Skiverbandes während der Olympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo und Mailand an der Grenze mit nicht deklariertem Geld in Höhe von 120.000 Euro angehalten worden war.

Mitgeführt hatte die Person zudem eine Liste der Empfänger, darunter auch Vertreter des Kroatischen Olympischen Komitees.

Die Hinweise auf die Vorwürfe bestätigten sich zunehmend, sodass die Beamten schließlich aktiv wurden.

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