Weltweite Riesen-Razzia deckt erschütternde Ausbeutung auf: Über 1000 Festnahmen!

Den Haag (Niederlande) - Ein harter Schlag gegen den Menschenhandel! In insgesamt 59 Ländern haben Ermittler im Rahmen der "Operation GLOBAL CHAIN" zwischen dem 8. und 12. Juni insgesamt 1024 Tatverdächtige festgenommen und 2070 (mögliche) Opfer identifiziert.

Ermittler durchsuchen einen Nachtclub in Portugal, wo brasilianische Frauen zur Prostitution gezwungen worden sind.  © Europol

Das teilte die europäische Polizeibehörde Europol am Montag mit.

Die Einsätze konzentrierten sich auf die Bekämpfung von Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung sowie auf Zwangskriminalität, etwa zum Betteln gezwungene Personen. Insbesondere minderjährige Opfer standen im Fokus.

Frauen machen den Großteil unter den Menschenhandels-Opfern aus. 64,2 Prozent aller weiblichen Opfer wurden sexuell ausgebeutet. Von allen erfassten minderjährigen Opfern wurden gar 86,4 Prozent zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung gehandelt.

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Die meisten Opfer kamen aus Südamerika und wurden von den herzlosen Kriminellen aus ihrer Heimat gerissen und anschließend in alle Ecken der Welt verkauft. Besonders traurig: "In vielen dieser Fälle kann die Absicherung von Opfern eine Herausforderung sein, da sie oft von Familienmitgliedern ausgenutzt werden", schrieb Europol in einer Mitteilung.

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In Irland beschlagnahmten die Ermittler über 840.000 Euro bei einem mutmaßlichen Menschenhändler.  © Europol

Operation "GLOBAL CHAIN": Ekel-Tat in Belgien aufgedeckt

In Costa Rica haben Ermittler 20 beeinträchtigte Menschen festgestellt, die aufgrund ihrer Hilflosigkeit von Kriminellen zum Betteln gezwungen worden sind.  © Europol

Als "operative Höhepunkte" verwies Europol etwa auf Einsatzerfolge in Frankreich oder Island, wo die Behörden von chinesischen Kriminellen betriebene Prostitutionsringe zerschlagen konnten.

In Irland wurden in der Wohnung eines mutmaßlichen Menschenhändlers über 840.000 Euro in bar beschlagnahmt. In Moldawien konnten ein Ex-Polizist und seine Verlobte festgenommen werden, die drei Minderjährige im Alter zwischen 16 und 17 Jahren manipuliert und zur Prostitution gezwungen haben sollen.

Erschütternd auch ein Fall aus Belgien, wo 22 minderjährige Mädchen über die sozialen Medien rekrutiert, dann in Gefangenschaft gesteckt und in Belgien und Frankreich zur sexuellen Ausbeutung angeboten wurden. Hier wurden 17 Tatverdächtige festgenommen.

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In der Ukraine schnappte die Polizei sechs Tatverdächtige, die explizit beeinträchtige Personen - etwa aus einem Reha-Zentrum - für Arbeitszwecke ausgenutzt haben sollen.

Weitere Festnahmen erfolgten unter anderem in Costa Rica, Nigeria, Portugal, Thailand oder den USA. Auch deutsche Ermittler waren im Einsatz. Europol sprach von einem "globalen Problem, das eine globale Zusammenarbeit erfordert".

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