Von Birgit Reichert
Saarbrücken - Im Fall des jungen Autofahrers, der am Ostersonntag nach einer Verfolgungsfahrt durch Polizeischüsse in Saarbrücken ums Leben kam, liegen die Obduktionsergebnisse vor.
Neben dem tödlichen Schuss in den Rückenbereich habe es bei dem 22-Jährigen einen Durchschuss in der linken Schulter und zwei Verletzungen am Kopf gegeben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zuvor hatte der Saarländische Rundfunk (SR) darüber berichtet.
Die Verletzungen am Kopf gingen nach derzeitigem Stand der Ermittlungen eher nicht auf direkte Treffer zurück. Sie dürften etwa durch ein abgepralltes Projektil oder Projektilteil beziehungsweise durch einen Streifschuss verursacht worden sein, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Die Ermittlungen, insbesondere auch dazu, welche Schüsse aus welcher Waffe abgegeben wurden, dauern an.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Polizeibeamte wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung. Sie sollen insgesamt acht Schüsse auf das Auto des 22-Jährigen abgegeben haben. Der junge Fahrer soll rückwärts auf sie zugefahren sein.
Zu der Verfolgungsfahrt war es zuvor gekommen, nachdem sich der junge Mann einer Verkehrskontrolle entzogen hatte. Ein 19-Jähriger, der auf der Rückbank saß, wurde durch einen Schuss in die Schulter verletzt. Bei einem Wendemanöver war auch eine Polizistin verletzt worden, auch sie musste vorübergehend in eine Klinik.