Köln - Bis vor zwei Wochen war Pascal Kaiser (28) einfach nur ein gewöhnlicher Mensch. Doch mit dem 30. Januar veränderte sich sein Leben - und das nicht nur zum Guten. Denn der Amateur-Schiedsrichter wurde jetzt brutal angegriffen.
Beim Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem VfL Wolfsburg machte der 28-Jährige seinem Partner einen Heiratsantrag.
Seitdem hat der 28-Jährige zahlreiche Hassnachrichten in den sozialen Medien bekommen, weshalb er seine beiden Kanäle auf privat gestellt hat.
Jetzt aber folgte der nächste Schock! Denn der Amateur-Schiedsrichter ist offenbar Opfer mehrerer Angriffe geworden. Auf seinem Instagram-Profil veröffentlichte er ein Bild von sich mit geschwollenem Gesicht und blauem Auge.
"Gegen 22.15 Uhr sollen drei unbekannte Männer einen Mann angegriffen haben", bestätigte ein Sprecher der Kölner Polizei gegenüber der "FAZ".
Nach Angaben seines Anwalts sei er in der Nacht von Samstag auf Sonntag an seinem Wohnort in der Nähe von Köln im eigenen Garten angegriffen worden. Zuvor soll der queere Aktivist Drohungen bekommen haben, in denen auch seine Adresse genannt worden sein soll.
Haus von Pascal Kaiser mit Steinen beworfen
Allerdings habe die Polizei ihm versichert, dass keine wirkliche Gefahr bestehe. Trotzdem sei zunächst eine Streife vor Ort gewesen. Die Beamten scheinen sich geirrt zu haben.
Denn als sie weg gewesen sind, soll es laut dem Anwalt des Hobby-Schiedsrichters zu besagten Überfall gekommen sein.
Aber nicht nur das: Demnach sei es am Montagabend zu einem weiteren Angriff gekommen.
So soll das Haus des 28-Jährigen mit Steinen beworfen worden sein. Als er rausgegangen sei, um sich zu vergewissern, dass niemand mehr auf der Straße sei, sei er von zwei Unbekannten attackiert worden. Im Anschluss sei er notärztlich behandelt worden.
Auch diesen Vorfall hätten das Opfer und sein Anwalt zur Anzeige gebracht. Unklar sei aber noch, warum er angegriffen wurde. Der Staatsschutz ermittle, ob ein homophobes Motiv der Hintergrund für die Tat sein könnte.