Fall Gabby Petito: So reagieren ihre Eltern auf den Tod von Brian Laundrie

North Port (USA) - Nach dem tragischen Tod der jungen Influencerin Gabby Petito (†22) und ihres Verlobten Brian Laundrie (†23) laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Auch Gabbys Eltern haben sich nun einmal mehr öffentlich geäußert.

Gabby Petito (†22) und Brian Laundrie (†23) reisten quer durch die USA und dokumentierten ihre Reise im Internet. Wahrscheinlich wurde ihr Verhältnis zueinander jedoch immer extremer und angespannter.
Gabby Petito (†22) und Brian Laundrie (†23) reisten quer durch die USA und dokumentierten ihre Reise im Internet. Wahrscheinlich wurde ihr Verhältnis zueinander jedoch immer extremer und angespannter.  © North Port Police Department

Alles deutet darauf hin, dass der 23-jährige seine Freundin wohl Ende August ermordet hat. Die sterblichen Überreste der 22-Jährigen wurden am 19. September im Grand Teton National Park in Wyoming gefunden.

Seit dem 20. Oktober steht zudem fest, dass auch Brian tot ist: Seine Leiche wurde im Myakkahatchee Creek Environmental Park in Florida entdeckt.

Um herauszufinden, was in der offenbar toxischen Beziehung zwischen Gabby und Brian wirklich passiert sein könnte, konzentrieren sich die Ermittler nun vor allem auf Brians Notebook, das zusammen mit einem Rucksack in der Nähe von Brians Überresten gefunden wurde.

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Gabbys Vater Joe Petito äußerte sich nun erstmals zum Tod von Brian und sagte gegenüber TMZ: "Nichts in Brians Notizbuch wird meine Tochter zurückbringen und was auch immer darin steht, wird nicht erklären, wie ihr tragischer Tod hätte vermieden werden können."

Seine Frau Tara Petito pflichtete ihm bei. Beide haben einen überaus nüchternen Blick auf Brians Tod, von dem bislang noch nicht geklärt ist, ob es sich um einen Suizid handelte.

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Weder Gabbys noch Brians Eltern wissen bislang, ob auf dem Laptop irgendwelche aufschlussreichen Informationen gespeichert sind - etwa ein offizielles Geständnis von Brian oder was genau in den letzten Lebensstunden von Gabby und Brian geschehen sein könnte.

Anstatt sich auf das Notizbuch zu konzentrieren, möchte er dem Tod seiner Tochter lieber einen Sinn geben, sagte Joe Petito. "Untersuchungen zeigen, dass mehr als jede dritte Frau in den Vereinigten Staaten häusliche Gewalt erlebt hat. Das macht mich wahnsinnig", ergänzte Gabbys Vater.

Er und Gabbys Mutter Nicole Schmidt sowie ihre Stiefmutter Tara Petito wollen in Zukunft ihren eigenen Beitrag für eine bessere Gesellschaft leisten. Zu Ehren ihrer Tochter gründeten sie die Gabby Petito Foundation, die Eltern und Familien in ähnlichen Situationen Hilfe anbieten soll.

Titelfoto: North Port Police Department, Screenshot Instagram @petitojoseph

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