Maddie McCann: Ermittler suchen nach Kamera, auf der sich grauenvolle Aufnahmen befinden könnten

Silves (Portugal) - Im Vermisstenfall Maddie McCann geht die Suchaktion in der Algarve weiter. Inzwischen ist bekannt, wonach die Ermittler genau suchen.

Im Rahmen der Ermittlungen wird neben dem Haus des Hauptverdächtigen Christian Brückner auch der Stausee Barragem do Arade abgesucht.
Im Rahmen der Ermittlungen wird neben dem Haus des Hauptverdächtigen Christian Brückner auch der Stausee Barragem do Arade abgesucht.  © Yui Mok/PA Wire/dpa

Wie die Daily Mail exklusiv berichtet, erhielten die Behörden einen Hinweis auf eine Waffe und einen Camcorder, die dem Hauptverdächtigen Christian Brückner (46) wohl gestohlen worden waren.

Sollte die Kamera gefunden werden, könnten sich darauf womöglich Aufnahmen von Madeleine sowie anderen Opfern des verurteilten Sexualverbrechers befinden.

Die Suche findet rund 50 Kilometer nordöstlich vom Ferienort Praia da Luz statt, wo die kleine Maddie im Mai 2007 spurlos verschwand.

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Zwei Deutsche namens Manfred Seyferth und Helge Busching hatten gegenüber deutschen Ermittlern angegeben, dass sie 2007 in Brückners Haus in Portugal eingebrochen waren, kurz nachdem dieser wegen eines anderen Delikts im Gefängnis gelandet war.

Dort hätten sie eine Pistole und eine Kamera gefunden, später jedoch diese beiden Gegenstände in den nahegelegenen Stausee geworfen.

Suchteams der portugiesischen Polizei sind mit Unterstützung deutscher und britischer Beamter an der Talsperre Arade im Distrikt Faro aktiv.
Suchteams der portugiesischen Polizei sind mit Unterstützung deutscher und britischer Beamter an der Talsperre Arade im Distrikt Faro aktiv.  © Joao Matos/AP/dpa
Christian Brückner (46) sitzt aktuell in der JVA Oldenburg in Haft. Er wird verdächtigt, Maddie McCann im Jahr 2007 entführt zu haben.
Christian Brückner (46) sitzt aktuell in der JVA Oldenburg in Haft. Er wird verdächtigt, Maddie McCann im Jahr 2007 entführt zu haben.  © ---/PA/AP/dpa, dpa

Videoaufnahmen des Hauptverdächtigen sollen Folter und Vergewaltigung zeigen

Die beiden Männer lebten zur gleichen Zeit wie Brückner in der Algarve im Süden Portugals und waren mit ihm in kleinere Diebstähle verwickelt. Später zerstritten sich die drei jedoch und hatten keinen Kontakt mehr zueinander.

2019 wurde Brückner von einem deutschen Gericht wegen der Vergewaltigung einer US-Amerikanerin im Jahr 2005 - unweit des Ortes, an dem Maddie später verschwand - zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt.

Seyferth und Busching behaupten, auf der Videokamera gesehen zu haben, wie Brückner eine ältere Frau foltert und vergewaltigt - und dieselbe grausame Misshandlung habe er auch an einem etwa 15-jährigen Mädchen verübt.

Titelfoto: ---/PA/AP/dpa, dpa, Joao Matos/AP/dpa

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