Deutscher Backpacker verschwand vor mehr als drei Jahren auf den Kanaren: Jetzt ist klar, dass er tot ist

Kanarische Inseln/Lemförde - Mehr als drei Jahre lang herrschte eine schreckliche Ungewissheit: Oliver Heise aus Lemförde war im August 2022 auf den Kanarischen Inseln spurlos verschwunden. Niemand wusste, was mit ihm geschehen war. Der Fall ging deutschlandweit durch die Medien, auch in "Aktenzeichen XY ungelöst" wurde er behandelt - ohne Erfolg. Doch jetzt herrscht endlich traurige Gewissheit: Oliver Heise ist tot.

Dieses Foto von Oliver Heise veröffentlichte die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg damals.
Dieses Foto von Oliver Heise veröffentlichte die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg damals.  © Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg

Die traurige Nachricht überbrachte sein Bruder Lukas Heise jetzt auf seiner Instagram-Seite. Demnach ist Oliver Heise bei seinem Backpacker-Urlaub ums Leben gekommen.

"Schweren Herzens haben wir erfahren, dass Oliver leider von uns gegangen ist", schreibt Heise auf Instagram.

"Lange Zeit hat uns die Ungewissheit geplagt. Nicht zu wissen, wo sich Oliver befindet und wie es ihm geht, hat uns als Familie viel Kraft gekostet. Nun haben wir Gewissheit und können beginnen Abschied zu nehmen", heißt es an einer späteren Stelle des Schreibens.

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Dem Anwalt der Familie zufolge haben die spanischen Behörden der zuständigen Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg mitgeteilt, was genau mit dem Backpacker passiert ist.

Demnach wurde die Leiche des Vermissten von einem Jäger in einer Schlucht auf der Insel Teneriffa gefunden.

So verabschiedet sich die Familie auf Instagram von Oliver Heise

Dieses Foto von Oliver Heise nutzte sein Bruder Lukas Heise für die traurige Nachricht auf Instagram.
Dieses Foto von Oliver Heise nutzte sein Bruder Lukas Heise für die traurige Nachricht auf Instagram.  © Instagram/Screenshot/lukasheise

Auf der Spendenseite GoFundMe bittet Lukas Heise derweil um Hilfe in Höhe von 8500 Euro. "Nicht nur der Schicksalsschlag trifft uns hart. Ebenso die Kosten der Überführung und Beerdigung bereiten uns Sorge", schreibt er.

Weiter heißt es dort (Rechtschreibung übernommen): "Wir bitten darum, dass Du uns hilfst, Ihn nach Hause zu holen um Ihn, im Kreise seiner Familie, beisetzen zu können. Sollten wir dich mit unserem Anliegen erreicht haben, danken wir dir von Herzen für deine Spende und Anteilnahme."

Unterdessen ist das Spendenziel am Karsamstagabend erreicht worden. "Wir sind überwältigt von der hohen Spendenbereitschaft und unendlich dankbar für die Anteilnahme jeder/jedes Einzelnen!", heißt es in einem Nachtrag.

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So tragisch dieses Ende ist. Die unerträgliche Ungewissheit ist nun zumindest vorüber.

Erstmeldung von 18.34 Uhr, zuletzt aktualisiert um 19.53 Uhr

Titelfoto: Bildmontage: Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, Instagram/Screenshot/lukasheise

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